Die Bewertung der Ratsgrünen zu den heute (29.08.2011) bekannt gewordenen ersten möglichen Eckpunkten des städtischen Haushaltes im Jahr 2012 fällt denkbar kritisch aus. Fraktionssprecher Norbert Czerwinski erklärte: „Der Oberbürgermeister ist offensichtlich bereit, für das bedingungslose Festhalten am Kö-Bogen viele wichtige Projekte in der Stadt zu opfern. Selbst die von ihm angekündigte Offensive beim Ausbau der U 3-Betreuung muss inzwischen Federn lassen. Von seiner 60 Prozent Quote für 2013 hat er sich offensichtlich verabschiedet.“
Czerwinski vermutet, dass dies nur ein Teil einer langen Liste von nicht eingehaltenen Versprechungen sein werde, zu der unter anderem auch nicht durchgeführte Schulsanierungen und den Schulen zugesagte Baumaßnahmen für den Ganztagsbetrieb gehören würden.
Als „geradezu erschreckend“ bezeichnete Czerwinski vor diesem Hintergrund die Entwicklung beim Kö-Bogen-Projekt: „Hier empfehle ich dem Oberbürgermeister und der schwarz-gelben Ratsmehrheit aus verschiedenen Gründen statt Augen zu und durch mal eine Denkpause einzulegen. Mit den jetzt bekannt gewordenen Etatplanungen wird mehr als deutlich, unter welchen Druck der gesamte städtische Haushalt durch diesen Tunnelirrsinn gebracht wird.“
Solche Projekte würden weitere Haushaltsrisiken z. B. durch steigende Baukosten wie kürzlich bei der Wehrhahnlinie nach sich ziehen und bedrohten letztendlich die Schuldenfreiheit der Stadt, so Czerwinski abschließend.