Radstreifen Düsseldorf Heinrich-Heine-Alle Nord

Mehr Platz für’s Rad

Es wird sichtbar und erlebbar: Düsseldorf schafft mehr Platz für Radfahrer*innen. Mehr und bessere Radwege haben wir Grüne seit Jahren gefordert und vor zwei Jahren auch zum Thema der Ampel-Kooperation mit SPD und FDP gemacht. Jetzt sind die ersten Maßnahmen fertig geplant und kommen „auf die Straße“. Deutlich wird das beispielsweise auf der Heinrich-Heine-Alle und entlang der Friedrichstraße und der Kasernenstraße. Weitere Strecken werden die Karlstraße und Worringer Straße sein und auch die Klever Straße und die Jülicher Straße erhalten Radfahrstreifen. Wichtig ist uns,

  1. dass die Maßnahmen als teil eines zusammenhängenden Netzes geplant werden,
  2. dass sie Qualitätsstandards einhalten und
  3. dass die Bürger*innen in der Planung beteiligt werden.

Ausschnitt Netzplan Radhauptnetz DüsseldorfDas Radhauptnetz ist der zentrale (Stadt-)Plan für die Verbesserung des Radverkehrs in Düsseldorf. Das Hauptnetz liegt im Entwurf vor. Es werden allerdings noch Anregungen von Bürger*innen, vom ADFC oder aus der Politik geprüft und eingearbeitet. Zentrale Schnittstelle aus Verwaltung, Politik und ADFC ist dabei die Fachgruppe Radverkehr, die Planung und Umsetzung des Netzes diskutiert und begleitet.

Radstreifen Düsseldorf Heinrich-Heine-PlatzWie die Radler*innen auf den Strecken des Netzes genau unterwegs sind, wird von Fall zu Fall entschieden. Wichtig ist uns, dass die Qualitätsstandards der „Empfehlungen für Radverkehrsanlagen“ (kurz ERA, hier ein guter Überblick) erreicht werden. Das wird nicht auf jedem Meter möglich sein, muss aber der Grundsatz sein. Wir sind uns bewusst, dass es unterschiedliche Bedürfnisse bei schnellen und langsamen, erfahrenen und unerfahrenen Radler*innen gibt. Aber im Grundsatz sollte der Radverkehr auf der Fahrbahn geführt werden, am besten auf breiten Radfahrstreifen. Dort sind Radler*innen immer sichtbar und werden beim Abbiegen nicht so leicht von Autofahrere*innen übersehen. Die Streifen bieten Abstand zu parkenden PKW (und deren sich öffnenden Türen) und zu fahrenden Autos. Sie ermöglichen außerdem das gegenseitige Überholen von Radfahrer*innen, was aufgrund der Elektrofahrräder nötiger wird.

Im Gegensatz zu früheren Rad-Konzepten werden die Bürger*innen jetzt direkt beteiligt. In einer ersten Veranstaltung Mitte 2015 wurde der Entwurf des Hauptnetzes vorgestellt und diskutiert. Noch in diesem Jahr wird es eine zweite Veranstaltung zur weiteren Planung und Umsetzung geben. Außerdem gibt es im „Mängelmelder“ der Stadt die Möglichkeit, Hinweise zu Radwegschäden und ganz allgemein oder konkret zum Radverkehr zu geben.

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