GRÜNE bleiben bei Nein zum Ausnahmeverfahren – Kritik an den berichteten Drohungen

25. Juni 2018 – Presse GRÜNE Ratsfraktion zum Openair / Ed Sheeran

Auch auf Basis der neuen Verwaltungsvorlage wird die GRÜNE Ratsfraktion die Ausnahmegenehmigung für das Ed Sheeran Konzert auf den Messeparkplätzen ablehnen.

Norbert Czerwinski, Fraktionssprecher: „Die beiden kritischen Punkte sind unverändert: es müssten über 100 Bäume für die Tribünen gefällt werden, ohne dass Alternativen geprüft wurden. Und es geht um eine Ausnahmegenehmigung für ein einziges Konzert, ohne belastbare Perspektive für die weitere Nutzung. Das ist und bleibt unverhältnismäßig“. Die in der Presse geäußerten Drohungen von Konzertveranstaltern weisen die GRÜNEN entschieden zurück. Czerwinski: „Politik darf sich ihre Entscheidungen nicht diktieren lassen“.

Die GRÜNEN kritisieren erneut das Verfahren und die Kommunikation rund um das Konzert. Angela Hebeler, Fraktionssprecherin: „Der Oberbürgermeister und die Stadttochter D.LIVE haben das Konzert zugesagt und verkündet, obwohl alle Voraussetzungen fehlten. Es geht dabei um mehr als eine routinemäßige Genehmigung, wie sie der Veranstalter immer erst kurz vor knapp erwartet. Es geht um die erstmalige Nutzung dieser Fläche und es geht um eine Ausnahme vom gültigen Bebauungsplan“. Wenn Düsseldorf als Konzertstandort jetzt einen Imageschaden erleide, dann einzig und allein aufgrund der ungedeckten Zusagen und dieses desaströsen Verfahrens. Hebeler: „Wir sind nicht einverstanden mit einer Stadtpolitik, in der einzelne Personen eine Idee verkünden und dann die Stadtverwaltung sowie alle politischen Gremien folgen müssen. Wir sind 2014 für eine andere Form von Politik angetreten“.

Die grundsätzliche Idee auf dem Messeparkplatz eine nachhaltige Fläche für Openair-Events zu ermöglichen, wollen die GRÜNEN weiter verfolgen. Hebeler: „Für Ed Sheeran sollte aber eins zu eins das Konzept aus Essen kopiert werden. Eine freiere Planung würde hingegen Events mit 80.000 oder mehr Besucher*innen erlauben, ohne dass Bäume gefällt werden müssten. Dafür müssen die Beteiligten allerdings etwas flexibler und kreativer sein. So würden Veranstaltungen möglich, die für Düsseldorf, die Bürger*innen und Gäste ein Gewinn sind“.

Die als Ausgleichsmaßnahmen zusätzlich ins Spiel gebrachten Baumpflanzungen in der Innenstadt sind aus Sicht der GRÜNEN keine Brücke für eine Genehmigung. Czerwinski: „Wir haben als Ampel bereits ein Konzept für ein ‚1.000 Bäume Programm‘ auf den Weg gebracht. Dies ist ein wichtiger Baustein des Klimaanpassungskonzeptes. Beides muss unabhängig von der aktuellen Diskussion ohnehin erfolgen“.

 

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