GRÜNE: Schieflage bei OSD-Schwerpunkten korrigieren – Blickwinkel auf Düsseldorfer Straßenordnung ist offenbar völlig verzerrt

29. November 2017 – Presse GRÜNE Ratsfraktion

Die Ratsfraktion der GRÜNEN kritisiert das Vorgehen des Ordnungs- und Servicedienstes (OSD) hinsichtlich der Verwarnungsgelder für zu langes Sitzen an der Haltestelle.

„Ich frage mich, wie viel kostbare Arbeitszeit die OSD-Mitarbeiter*innen darauf verwenden müssen, um an einer Haltestelle zu beobachten, wie viele Bahnen jemand auslässt!“, empört sich Norbert Czerwinski, Sprecher der GRÜNEN Ratsfraktion.

Dabei gäbe es wichtigeres zu tun, beispielsweise die Rad- und Gehwegen konsequent von parkenden Autos und Lieferwagen frei zu halten. Die Zusammenlegung von OSD und Verkehrsüberwachung bietet dazu die Chance.

Dietmar Wolf, Ratsherr und Mitglied im Ordnungs- und Verkehrsausschuss, konstatiert: „Beim OSD werden offensichtlich die falschen Prioritäten gesetzt. Wer auf einem Rad- oder Gehweg parkt, wird teilweise erstmal eine viertel Stunde toleriert und dann höflich zum Wegfahren aufgefordert. Menschen, die sich an Bushaltestellen ausruhen werden überwacht und belangt. Das passt nicht!“

Die GRÜNEN betonen, dass sich alle Beteiligten beim Bürgerdialog Radwege am vergangenen Donnerstag einig gewesen sind: Die besten Radwege und Fahrradstreifen nützten nichts, wenn Autos darauf parken.

„Die fehlende Konsequenz der Ordnungskräfte zerstört jede Anstrengung, Radfahren attraktiver und den Verkehr flüssiger zu machen. Wir werden nun darauf drängen, die Straßenordnung Düsseldorf zu überprüfen, so wie wir es in der Kooperationsvereinbarung vereinbart haben“, so Czerwinski. Eine Überarbeitung sei überfällig, um den Fokus des OSD und der Verkehrsüberwachung auf die eigentlich wichtigen Probleme in Düsseldorf zu lenken.

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