Fazit & Ausblick: Fachgespräch Nachtkultur & Nachtökonomie

Hier unser Rückblick im Video auf die 1. Listening Session #DUSnach8 im super7000 am FR, 08.06.2018. Die Rheinische Post hat eine Nachlese (14.06.2018) veröffentlicht.

Aktuell in der RP vom 07.09.2018 „GRÜNE wollen Nachtkultur pflegen“.

Wir möchten allen Teilnehmer*innen nochmals herzlich danken – insbesondere für den Austausch, die Inputs und die Offenheit. Die Ergebnisse und Aufgaben sind gesichert und werden demnächst veröffentlicht.

Erstes Fazit

Nacht- und Clubkultur ist selbstverständlich wichtig für Urbanität, ist zudem Wirtschaftsfaktor, sie macht nicht nur Probleme, sondern benötigt Anerkennung als Teil der Kultur einer Stadt. Zum einen ist es noch ein weiter Weg hin einem konzeptionellen Management der sogenannten Nachtökonomie innerhalb der Düsseldorfer Stadtverwaltung – für alle gleichermaßen. Zum anderen hörten wir mehrfach deutliche Kritik an Ämtern hinsichtlich Genehmigungen, intransparenten Verfahren und Vergaben, die teils zu unternehmerischem Schaden und Wettbewerbsverzerrung führen.

Ausblick auf kommunale Lösungsansätze

Clubkultur bietet große Perspektiven zur kommunalen Weiterentwicklung. Denkbar sind beispielsweise: verlässliche, niedrigschwellige Ansprechpartner*innen in Verwaltung (Stichwort Night Mayor (Mannheim)), Mediationstelle bei Problemen der Nacht (wie AKIM in München), Netzwerk schaffen aller Clubs, Konzertveranstalter, Kulturvereinen (siehe KLUBKOMM oder LiveKomm), Studie der Nachtökonomie zur Verbesserung der Wahrnehmung und Wertschätzung (siehe Köln & Bochum in Zusammenarbeit mit den jeweiligen IHKen), Integration in die Stadtentwicklung durch Clubkataster wie in Köln, oder der neuen Map of Music Spaces in London, faire und transparente Vergabe von Räumen zur nächtlichen Kulturnutzung / Zwischennutzung.

Weitere Themen waren: Mediteranisierung, Verbände, Lärm, Müll, Ausgehverhalten Jugendliche, Heimweg (ÖPNV), Beschwerdemanagement und Bürokratie(-abbau) sowie das Spannungsverhältnis zwischen Gemeinwohl und Einzelinteressen.

Ausserdem besteht Interesse an Nachfolgeterminen und die Idee einer Düsseldorfer Fachkonferenz #DUSnach8 wurde mehrfach genannt – ähnlich wie der Berliner Kongress zur NACHT – STADT NACH ACHT. 

Wir werden das Thema mit Ihnen & Euch gemeinsam fortsetzen und es darüber hinaus weiter bei unseren Partner*innen in Politik und in die Stadtverwaltung einbringen. Für eine noch bessere Nachtkultur #stadtnachacht #nighttimeeconomy in Düsseldorf.

Vielen Dank an Christoph Janetzko „Film und Fotografie“.

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Worum geht’s?

In der öffentlichen Betrachtung stehen der Wert und die Sinnlichkeit des Ausgehens seltener im Fokus. Die Probleme hingegen schaffen es häufig in die Medien, wie beispielsweise Lärm oder Streit mit der Nachbarschaft, Verlust von kreativen Freiräumen für Wohnungsbau oder Gewerbe.

Gleichzeitig wird die Urbane Nachtökonomie zudem als weicher, unterschätzter Faktor wahrgenommen.

Dabei ist kaum eine Branche so verschiedenartig, hat so spezielle Bedarfe und ist dabei– ähnlich wie die Kulturszene – so gesellschafts- und standortrelevant für Städte.

Im ersten Aufschlag möchten wir in einem offenen, moderierten Format – ohne klassisches Podium – all denen zuhören, die die Urbane Nachtkultur in dieser Stadt kennen und bespielen: Gastronomen, Clubs & Bars, DJs, Konzert- und Veranstaltungsagenturen, die Musikszene usw.

„night-time economy“ – Was geht im In- & Ausland?

Zahlreiche Städte konnten bereits einen Perspektivwechsel schaffen und haben die urbane Nacht wissenschaftlich betrachtet und mit neuen, konzeptionellen Schnittstellen in der Verwaltung verankert: beispielsweise in London mit einer Night Czar, Den Haag hat neben einem Nachtburgermeester einen Nachtraad, Bochum untersuchte den »Wirtschafts- und Standortfaktor Bermuda3Eck« in einem Gutachten.

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(Rückblick // diese Veranstaltung liegt in der Vergangenheit)

Listening Session „Urbane Nachtkultur“:
Das 1. Düsseldorfer Fachgespräch mit Akteur*innen der Nacht

Sehr geehrte Damen & Herren, liebe Freundinnen und Freunde, sehr geehrte Interessierte,

alle Düsseldorfer Protagonist*innen der Nacht sind eingeladen. Wir bitten das Nacht- & Partyleben auf die politische Bühne!

FR, 08.06.2018, 18 Uhr, Super7000, Rather Str. 25, 40476 Düsseldorf

Impulsvortrag:

Stadtforscher Jakob F. Schmid von www.stadtnachacht.de

Moderation:

Christine Brinkmann, Programmleitung Wort & Bühne www.zakk.de &

Norbert Czerwinski, Fraktionssprecher der GRÜNEN Düsseldorf

Mit diesem Fachgespräch leuchten wir zum ersten Mal drei zentrale Fragestellungen für Düsseldorf aus:

  1. Wie steht es eigentlich um das Ausgehen in unserer Stadt im Spannungsfeld von Ordnungsrecht, Stadtplanung, Tourismus, Standortfaktor, Hedonismus, Sicherheit und öffentlicher Anerkennung?
  2. Welche Hindernisse und Herausforderungen gibt es: beispielsweise mit Ämtern, mit der Politik, bei Nachbarschaftsbeschwerden und im städtischen Raum allgemein und wo bestehen Handlungswünsche?
  3. Welche Konzepte oder Strategien eines „Management des Nachtlebens“ existieren im In- und Ausland bereits und welche könnten zukünftig auch in Düsseldorf sinnvoll sein?

Im Anschluss gibt es zum Austausch einen Ausklang mit Getränken & Musik.

Wir sind gespannt auf eine moderne, neuartige Sichtweise zur Urbanen Nachtökonomie in Düsseldorf und auf den Austausch mit Ihnen und Euch:

Licht aus, Spotlight on #DUSnach8!

Der Einladungsflyer #DUSnach8 mit weiteren Detailinfos.

Hier lang bitte zur Veranstaltung bei Facebook.

Diese Einladung kann selbstverständlich gerne weitergeleitet werden!

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Veranstalterin
Die Listening Session Urbane Nachtkultur ist Teil der Fachgesprächsreihe der GRÜNEN Fraktion im Rat der Stadt Düsseldorf und kostenlos.

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Hier gehts zu unser Anfrage Management der urbanen Nachtökonomie in Düsseldorf (2016).

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