GRÜNE fordern Einhaltung des Nachtflugverbotes – Kapazitätserweiterung würde Probleme verschärfen

08. Juni 2017 – Presse GRÜNE Ratsfraktion

„Die Zunahme der verspäteten Landungen am Düsseldorfer Flughafen ist nicht hinnehmbar. Der Flughafen muss das in den Griff bekommen“, mahnt Norbert Czerwinski, Sprecher der GRÜNEN Ratsfraktion. Nach Angaben der ‚Bürger gegen Fluglärm‘ hat es seit dem Start des Sommerflugplans keine Nacht ohne Starts und Landungen gegeben.

Die Behauptung, mehr ‚Slots‘ (Starts und Landungen) über Tag würden die Verspätungen und die Nachtflüge reduzieren und daher brauche man eine Kapazitätserweiterung, sei schlicht falsch. Das Gegenteil sei der Fall. „Aktuell bietet die Lücke zwischen erlaubten Slots und technischer Kapazität noch Puffer. Mit einer Erweiterung bis an den Rand der technischen Kapazität würden die Verspätungen nur noch weiter in die Nacht gezogen.“, so Czerwinski.

Die Ausnahmen beispielsweise für Home-Base-Carrier müssten reduziert werden, damit tatsächliche ‚Lärmpausen‘ von mindestens sieben Stunden in der Nacht erreicht werden. Czerwinski: „Die Zukunft des Düsseldorfer Flughafens liegt in seiner Bedeutung für die Region und die regionale Wirtschaft und nicht im Ausbau der Billigflieger“. Die GRÜNEN fordern mehr Kooperationen mit anderen Flughäfen und der Bahn, eine konsequente Neuregelung der Flughafenentgelte nach dem Hamburger Modell (wer laut ist, zahlt mehr) und die Fortsetzung des Schallschutzprogramms.

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