Ergänzungsantrag zur Vorlage AÖE/016/2026
An
Herrn Oberbürgermeister Dr. Keller
Vorsitzender des Rates
Sehr geehrter Herr Oberbürgermeister,
wir bitten Sie, folgenden Ergänzungsantrag der Fraktionen von CDU und BÜNDNIS90/DIE GRÜNEN zur Vorlage AÖE/016/2026 auf die Tagesordnung der Sitzung des Rates am 07.05.2026 zu setzen und abstimmen zu lassen:
Ergänzungsantrag
Die Verwaltung wird gebeten, Maßnahmen zu prüfen und vorzuschlagen, wie die Nutzung der Biotonne und damit die Sammlung organischer Abfällesignifikant weiter erhöht werden kann.
Dabei soll auch die Einführung einer sogenannten Opt-Out-Option geprüft werden. Diese soll die regelhafte Nutzung von Biotonnen enthalten, wenn diese nicht abbestellt wird. Mit der Bau- und Planungsverwaltung sollen Möglichkeiten gesucht werden, darauf hinzuwirken, dass bei Wohn- undGewerbeneubauten von vorneherein jeweils Standflächen für die Wertstofftonne, Papiertonne und die Biotonne bzw. -behälter vorgesehen werden.
Bestehende ggf. beschränkende Regelungen bezüglich möglicher Behälterstandorte sollen mit betrachtet werden. Auf den Erfahrungen mit den Papiertonnen kann dabei aufgebaut werden.
Entsprechende Weiterentwicklung der Sammelbehältnisse (Stichwort Chip) und -Fahrzeuge sowie die Identifikation und Vermeidung von Fremdstoffen und Fehlwürfen sind dabei bitte ebenfalls darzustellen.
Begründung
Der Anteil an verwertbarem organischem Abfall am Restmüllaufkommen ist mitknapp 35 % nach wie vor sehr hoch.
Die Nutzung der Biotonne hat sich zwar in Düsseldorf seit ihrer kostenlosen Bereitstellung im Teilservice ab dem Jahr 2019 stetig erhöht, dennoch bleibt die Erfassung der verwertbaren organischen Abfälle unter ihren Möglichkeiten. Damit werden wertvolle Ressourcen verschenkt. Die wöchentliche Leerung die Biotonnen seit April 2025 und die Erweiterung um Bioabfälle „nach Kochtopf“ fließen in die aktuelle Restmüllanalyse noch nicht ein.
Der nach Kompostierung entstehende Komposterde hat in Düsseldorf eine sehr gute Qualität. Diese soll nach wie vor gewährleistet bleiben. In den Bioabfällen stecken viele nützliche Nährstoffe, die als wertvoller Humus und Dünger wieder in den Naturkreislauf zurückgeführt werden können.
In 77 Prozent der NRW-Kommunen besteht sogar ein Anschluss- und Benutzungszwang, der sich in 18 Kommunen nur auf Teilgebiete bezieht (Stand 2021).
Mit freundlichen Grüßen
Rolf Tups Mirja Cordes Dr. Frank Schulz