Anfrage zum Thema: Vogelgrippe

24. Jan 2017

Antworten der Verwaltung

An
Philipp Tacer
Vorsitzender des Ausschusses für Umweltschutz

Sehr geehrter Herr Vorsitzender,

vor einigen Tagen wurde bei einem verendeten Schwan am Unterbacher See die Vogelgrippe festgestellt und eine Schutzzone um den See eingerichtet. Die gesetzlichen Regelungen treffen jedoch nur private und gewerbliche Halter von Hühnern, Gänsen, Enten und anderem Federvieh. Wie bekannt, ist der Bereich des Unterbacher Sees ein Freizeit- und Erholungsgebiet für die Stadt Düsseldorf. An und auf dem See leben große Populationen von Gänsen, Enten und anderen Wasservögeln in Freiheit. Diese werden von den gesetzlichen Vorschriften nicht erfasst.

Vor diesem Hintergrund bittet Sie die Fraktion BÜNDNIS 90 / DIE GRÜNEN, folgende Anfrage auf die Tagesordnung der nächsten Sitzung des Ausschusses für Umweltschutz am 09. Februar 2017 zu nehmen und durch die Verwaltung beantworten zu lassen.

  1. Wie schätzt das zuständige Amt die Gefahren ein, die für Menschen von den frei lebenden Tieren am Unterbacher See ausgehen können?
  2. Ist es vorgesehen, diese Tiere einzufangen, zu impfen oder sonstige vorbeugende Maßnahmen durchzuführen?
  3. Gibt es Überlegungen, vor Beginn der Badesaison die Rasenflächen besonders zu säubern oder andere erforderliche Maßnahmen zu ergreifen?

Begründung

Der Unterbacher See und seine vielfältigen Freizeit-Angebote sind bei Familien sehr beliebt. Gerade Kleinkinder laufen auf den Wiesen barfuß und krabbeln an den Sandstränden. Dies sind jedoch auch die Bereiche, die von den dort frei lebenden Gänsen, Enten u.a. Wasser-vögeln gerne genutzt werden. Zum Schutz der Gesundheit der Besucher*innen muss alles getan werden, um sicher zu stellen, dass sie keinen Gefahren nach dem jüngsten Vogelgrippebefund ausgesetzt sind. Die Bürger*innen müssen das Naherholungsgebiet Unterbacher See bedenkenlos nutzen können. Schon ohne Vogelgrippe sind in der Badesaison die Grenzen der Zumutbarkeit mit der Kotverschmutzung durch die Tiere erreicht, wenn nicht gar manchmal überschritten. Deshalb sollten alle erforderlichen Maßnahmen zum Schutz der Bevölkerung ergriffen werden.

 

Iris Bellstedt                                   Günther Bunte-Esders                          Renate Böhm

F.d.R. Claudia Engelhardt

 

 

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