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Antrag: Innovative Mobilität für das geplante Wohngebiet auf dem Areal „Südlich Hildener Straße“ in Benrath

Sehr geehrter Herr Dr. Graf,

wir bitten Sie, den folgenden Antrag auf die Tagesordnung der Sitzung der Bezirksvertretung 9 am 08.12.2017 zu setzen.

Die Verwaltung wird gebeten in die städtebauliche Planung des geplanten neuen Wohn- und Gewerbegebiets für das Areal „Südlich Hildener Straße“ das Prinzip der Förderung innovativer Mobilitätsformen Ziel soll die Reduzierung von Autoverkehr sein.

Die Verwaltung wird außerdem gebeten, bei diesem und bei künftigen Wohnbauprojekten zu prüfen, inwieweit das Prinzip der Förderung innovativer Mobilitätsformen entsprechend dem beschlossenen Klimaanpassungskonzept für die Landeshauptstadt Düsseldorf und entsprechend dem avisierten Düsseldorfer Mobilitätskonzept 2030+ angewendet werden kann.

Begründung:

Am 1.09. 2017 hat das Auftaktkolloquium zum städtebaulichen Wettbewerb mit Öffentlichkeitsbeteiligung des Areals „Südlich Hildener Straße“ in Benrath stattgefunden. Auslober dieses Wettbewerbs ist die Outokumpu / Nirosta GmbH in Abstimmung mit der Landeshauptstadt Düsseldorf. Auf dem zu planenden Areal sollen ca. 600 Wohneinheiten sowie Gewerbe/Betriebe entstehen.

Am 19.10.2017 fand die Zwischenpräsentation von vier Entwürfen statt.

Am 18.01.2018 soll der Siegerentwurf vorgestellt werden und es soll ein Abschlusskolloquium stattfinden.

Die günstige Lage des ehemaligen Industriegeländes Outokumpu / Nirosta hinsichtlich der sehr guten ÖPNV-Anbindung mit Rheinbahn-U-Bahn-Haltestelle, mit Buslinien sowie die Nähe zum Bahnhof Benrath mit S-Bahn, mit dem Regionalexpress und künftig auch mit dem RRX sind Argumente für die Erprobung von neuer Mobilität im geplanten neuen Stadtteil.

Stadtplanerisch und verkehrspolitisch machen Wohngebiete mit neuen Mobilitätsformen auch Sinn für die Allgemeinheit, weil sie die bisherige Aufwärtsspirale des Autoverkehrs in den Städten bremsen können. Insbesondere im Interesse eines funktionierenden Straßenverkehrs in der Stadt Düsseldorf und im Stadtbezirk 9 sowie in Benrath und Paulsmühle macht es sehr viel Sinn, einem weiteren Zuwachs an Autoverkehr entgegenzuwirken.

Das sehen Bewohner ähnlich, wie die Bürgerinitiative „Lebenswerte Paulsmühle“ gegenüber Politik und Presse (RP 28.7.2017) äußerte. Und wir meinen, dass die Befürchtungen über zusätzlichem Autoverkehr berechtigt sind: Allein durch die beiden Groß-Neubauprojekte auf dem Thyssen-Krupp-Gelände und durch das neue Mühlenviertel entstehen im Ortsteil Paulsmühle bereits über 900 neue Wohneinheiten (mit entsprechend vielen Auto-Stellplätzen).

Autoarme Wohnquartiere haben viele Vorteile:

Autoreduziertes Wohnen, Car-Sharing und neue Mobilitätsformen waren auch Themen beim Düsseldorfer Verkehrsforum 2017, das am 11. Oktober stattfand. An dieser Veranstaltung haben die Verfasser dieses Antrags teilgenommen.

Die Veranstaltung stand unter dem Motto: „ Mobilität geht alle an – Mobilität verändert sich – Mobilität hat Folgen“ und war Plattform für einen Informationsaustausch zwischen Bürgerinnen und Bürgern, Politik und Verwaltung. Man hatte Gelegenheit im Rahmen von Projektgruppen zu ausgewählten Verkehrsthemen zu diskutieren.

Die Fortschreibung des Düsseldorfer Verkehrsentwicklungsplans wird zum Mobilitätskozept 2030+. Dazu wird auf der Homepage der Landeshauptstadt Düsseldorf * u.a. von Dezernentin Cornelia Zuschke gesagt:

„Düsseldorf wächst  – und damit auch die Verkehrsnachfrage. Mobilität hat maßgeblichen Einfluss auf die Lebensqualität der Menschen in der Stadt. Die Art wie wir Wohnen und Mobilität gestalten ist eine wichtige Voraussetzung für eine attraktive, lebenswerte und wirtschaftlich erfolgreiche Stadt.“

Mit freundlichen Grüßen

Richard Wagner,  Ernst Welski

https://www.duesseldorf.de/verkehrsmanagement/projekte/verkehrsforum.html [1]