Bauplanungsrechtliche Situation zur Erweiterung der Fliedner Fachhochschule, Kaiserswerth

25. August 2020

An den
Bezirksbürgermeister
des Stadtbezirks 5

Sehr geehrter Herr Bezirksbürgermeister Golißa,

die Fliedner Fachhochschule der Kaiserswerther Diakonie nahm in 2011 ihren Lehrbetrieb auf. Angeboten werden derzeit fünfzehn Studiengänge als Bachelor- und Masterstudiengang, primär in den Bereichen Gesundheit, Pflege und Kinderpädagogik. 2013 wurde auf dem Diakoniegelände an der Geschwister-Aufricht-Straße für die Fachhochschule ein eigenes Gebäude errichtet.

Zudem wird aktuell das Luise-Fliedner-Haus, vormals Kinderklinik, umgebaut in Seminarräume, Büros etc. für den Bedarf von rund 520 Studierenden. Die Fliedner Fachhochschule arbeitet sehr erfolgreich und die Studierendenzahlen steigen. Die seitens der Fachhochschule ergriffenen Maßnahmen zur Minderung (Semesterticket) und Lenkung (günstiges Parkplatzangebot) der Studierendenverkehre greifen offenbar nicht hinreichend, wie im umgebenden Straßenraum an zahlreichen „nicht Düsseldorfer Kennzeichen“ festgestellt werden kann.

Aufgrund eines Antrags von CDU und Grüne im Jahr 2018 konnten einige unsichere Situationen insbesondere im Bereich der Krankenhauszufahrten und der Bustrasse (Linie 760) entschärft werden, dennoch stellen sich aufgrund der aktuell im Umbau befindlichen Erweiterung der Fachhochschule folgende Fragen, die ich bitte zu beantworten:

  1. Auf welcher planungsrechtlichen Grundlage wurde die Genehmigung für den Umbau des Luise-Fliedner-Hauses erteilt, handelt es sich doch um ein Sondergebiet für gesundheitliche, kirchliche und Zwecke der Altenpflege, in dem das Thema Bildung komplett fehlt?
  2. Wie viel Stellplätze erfordert die Umnutzung des Luise-Fliedner-Hauses insgesamt und wie ist die Differenz zur vorhergehenden Nutzung des Gebäudes?
  3. In welcher Art und Weise wird dieser Stellplatzbedarf bereits heute und nach dem Umbau gedeckt werden?

Mit freundlichen Grüßen

Waldemar M. Fröhlich

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