Zurverfügungstellung von CO₂-Meldern für Grundschulen

1. September 2020

Herrn Bezirksbürgermeister
Karsten Kunert
Neusser Tor 12
40625 Düsseldorf

Beschluss
Die Bezirksvertretung 7 bietet den Grundschulen im Bezirk der BV 7 an, aus dem Instandhaltungsetat für Schulen, die Anschaffung von CO₂-Meldern zu ermöglichen.

Sachdarstellung
Wir befinden uns mitten in der größten Pandemie der letzten 50 Jahre. Ein kurzfristiges Verschwinden oder ein Impfstoff gegen Covid-19 ist aktuell nicht absehbar. Trotzdem starteten auch in Düsseldorf die Grundschulen nach den Sommerferien wieder mit ihrem Präsenzunterricht. Zwar werden die vorgeschriebenen Hygienemassnahmen an den Schulen eingehalten, allerdings bleibt ein großes (Infektions-)Risiko bestehen: Die Ansteckung über die in der Luft befindlichen Aerosole, also virushaltige Partikel in der Luft.

Vor denen schützen die vorgeschriebenen Mund- / Nasenbedeckungen nämlich nicht. Je länger man sich in einem geschlossenen Raum mit mehreren Personen aufhält, umso größer wird die Virenlast, falls eine der Anwesenden infiziert ist. Die meisten Forscher*innen sind sich einig darin, dass vor allem in geschlossenen Räumen die Ansteckungsgefahr am größten ist – also auch in Klassenzimmern.

Deshalb müssten eigentlich alle Klassenräume regelmäßig und ausreichend gelüftet werden. Wann dies aus Covid-19-Gründen notwendig ist, lässt sich mit einfachen Mitteln nicht messen. Allerdings gibt es ein bekanntes Indiz für verbrauchte Luft: Der Gehalt an ausgeatmetem CO₂ in der Raumluft. Dieser lässt sich mit handelsüblichen kleinen CO₂-Messgeräten genau feststellen.

Das Umweltbundesamt (UBA) schlägt nun vor, CO₂-Sensoren beziehungsweise CO₂-Messgeräte in Klassenräumen als ein Hilfsmittel für die Vorsorge zu installieren. Die Idee: Sie könnten nach Ansicht der Behörde helfen, das Übertragungsrisiko von Coronaviren in Klassenzimmern deutlich zu senken. Diese Geräte kosten zwischen 20 und 80,- € pro Stück und warnen vor zu viel Kohlendioxid in der Luft, und damit auch vor vielen Aerosolen. Wenn man dann im Klassenzimmer lüfte, lasse sich möglicherweise ein erhöhtes Risiko für eine Ansteckung von Covid-19 vermeiden.

Wenn sich von Menschen ausgeatmetes CO2 in der Luft befinde, so der Gedanke, seien auch viele Aerosole in der Luft. Die CO2-Messgeräte könnten Alarm schlagen, wenn die Werte zu hoch seien und es könnten entsprechende Gegenmaßnahmen wie Lüften unternommen werden.
Mehr zum Thema in einem Text des SWR.

Mit freundlichen Grüßen

Eva Mörger                      Maria Icking                      Marco Huppertz

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