Tempo 30 auf der Benderstraße

Antrag wurde abgelehnt

26. November 2019

Herrn Bezirksbürgermeister
Karsten Kunert
Neusser Tor 12
40625 Düsseldorf

Sehr geehrter Herr Bezirksbürgermeister Kuhnert,

Beschluss
Die Bezirksvertretung 7 bittet den Rat der Stadt Düsseldorf und seine zuständigen Gremien zu prüfen, die Benderstraße von der Einmündung Friedingstraße bis zur von Gahlen Straße als Tempo-30-Zone auszuweisen.

Sachdarstellung
Auf dem genannten Abschnitt gibt es eine Grundschule, einen Kindergarten, ein Altenheim und einen Spielplatz. Mit dem Umbau der Benderstraße wurde bereits Tempo 40 eingeführt. Dennoch ist die Verkehrssituation weiterhin gefährlich.

Und das nicht nur für die Nutzer*innen der obengenannten Einrichtungen, sondern auch für Radfahrer*innen. Diese werden genötigt, direkt neben den parkenden Autos zu fahren. Straßenbahnen und KFZ überholen ohne Sicherheitsabstand. Was eine sich öffnende Autotür in so einer Situation bedeutet, möchte man sich nicht ausmalen.

Gerade wurde vom BMVI eine Novelle der STVO vorgelegt, welche unter anderem einen Mindestabstand von 1,50 Meter beim Überholen von Radfahrern vorschreibt.

In der Konsequenz resultiert daraus ein Überholverbot von Radfahrenden auf der Benderstraße zumindest für die Straßenbahn. Der mögliche Hauptkritikpunkt, Zeitverlust der Straßenbahn, zieht hier nicht. Der Geschwindigkeitsunterschied (Tempo 30 zu 40) bringt auf dieser Strecke einen Zeitvorteil von maximal zehn Sekunden. In der Praxis weniger, da ein- und ausparkende Fahrzeuge den Verkehrsfluss verlangsamen.

Der Rat hat deshalb nach Auswertung des Pilotversuchs an drei Hauptverkehrsstraßen beschlossen, Tempo 30 sogar dort beizubehalten und will es überall einführen, wo Schulen sind.

Ein schöner Nebeneffekt für die Anlieger*innen: Verringerung der Attraktivität für den Durchgangsverkehr, Verbesserung der Aufenthaltsqualität und bis zu 50 Prozent weniger Lärm. Der Bremsweg verringert sich auf 15 Meter. Dadurch gibt es mehr Sicherheit für alle Verkehrsteilnehmer. Selbst der ADAC hält Tempo 30 auf Hauptverkehrsstraßen für sinnvoll, wo Schulen, Kindergärten und Altenheime sind.

Zudem steigt das Sicherheitsgefühl: Das macht es für mehr Menschen attraktiv, zu Fuß zu gehen oder aufs Fahrrad zu steigen. Davon würden alle profitieren und wäre ein weiterer Schritt zu mehr Sicherheit für alle.

Mit freundlichen Grüßen

Eva Mörger                         Maria Icking                   Marco Huppertz

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