Verkehrsberuhigung und eventueller Einrichtung einer Fahrradzone im Quartier Schönau-/Heye-/Sichelstraße

Antrag wurde angenommen

24. Juni 2025

Frau Bezirksbürgermeisterin
Maria Icking
Neusser Tor 12
40625 Düsseldorf

Beschluss:

Die Bezirksvertretung 7 bittet die Verwaltung, im Quartier zwischen Schönau-, Heye- und Sichelstraße verkehrsberuhigende Maßnahmen vorzuschlagen. Ziel ist es, den Durchgangsverkehr deutlich zu reduzieren und die Verkehrssicherheit, insbesondere für Schulkinder, zu erhöhen.

Die Verwaltung wird gebeten, geeignete Maßnahmen zur Umsetzung vorzubereiten und der Bezirksvertretung 7 zur Beschlussfassung vorzulegen. Zur Vorbereitung sollte eine qualifizierte Verkehrszählung mittels Videokamera (wie im Ortskern Kölner Tor etc.) durchgeführt werden.

Folgende Maßnahmen sollen u. a. geprüft werden:

  • Einrichtung eines modalen Filters (z.  mittels herausnehmbarer Poller) diagonal an der Kreuzung Unter den Eichen / Märkische Straße zur sicheren Querung (vgl. Abb. Pkt. 1).
  • Ausweisung des Gebiets als Fahrradzone.
  • Prüfung von Fahrbahnverengung auf der Märkischen Straße durch Blocker.

Alle Maßnahmen sind unter Berücksichtigung des ruhenden Verkehrs sowie der Erhaltung vorhandener Stellplätze zu planen. Die Umsetzung sollte im Rahmen eines Verkehrsversuchs mit sechsmonatiger Testphase und begleitender anschließender Evaluation erfolgen. Das Prüfergebnis ist der Bezirksvertretung mit einer Kostenschätzung vorzulegen.

Sachdarstellung:

Ziel ist die Steigerung von Sicherheit und Lebensqualität im genannten Wohnquartier. Die StVO-Novelle vom April 2020 erlaubt die Einrichtung von Fahrradzonen analog zu Tempo-30-Zonen, in denen der Radverkehr Vorrang hat. Der Kfz-Verkehr darf den Radverkehr weder gefährden noch behindern. Das Quartier eignet sich aufgrund seiner Struktur und des bereits hohen Radverkehrsanteils als Modellprojekt „Fahrradquartier“. Es handelt sich um ein geschlossenes Wohngebiet mit Tempo-30-Regelung und lediglich drei Zufahrten, die
ausschließlich der Erschließung dienen. Die Umgestaltung zur Fahrradzone verspricht Vorteile für alle
Verkehrsteilnehmenden: Reduktion von Schleichverkehren, einheitliche Beschilderung, verbesserte Radinfrastruktur, mehr Abstellplätze sowie ein geringerer Kfz-Verkehr und damit verbunden weniger Lärm und Emissionen. Die Maßnahmen sollen nach Ablauf der Testphase evaluiert und ggf. angepasst werden. Eine Förderung durch das Bundesprogramm „Stadt und Land“ (BMVI) für Radverkehrsinfrastrukturprojekte wird angeregt.

Die Fraktion der Grünen in der BV 7

Eva Mörger, Tino Baier, Marco Huppertz, Maria Icking, Ulrich Scheinhardt