Bedarfsgerechte Erhöhung der Betreuungsplätze im Offenen und Gebundenen Ganztag

13. Dezember 2018

An Herrn
Oberbürgermeister Thomas Geisel

Sehr geehrter Herr Oberbürgermeister,

die Fraktionen von SPD, BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN und FDP bitten Sie, folgenden Begleitantrag auf die Tagesordnung der Sitzung am 13.12.2018 zu nehmen und zur Abstimmung zu bringen:

Der Rat bittet die Verwaltung, im ersten Quartal 2019 darzulegen, wie die Anzahl der pädagogischen Betreuungsplätze im Offenen Ganztag (OGS) und im Gebundenen Ganztag (GTK) bedarfsgerecht erhöht werden kann.

Dabei soll ausgeführt werden

  • wie und unter welchen räumlichen und personellen Voraussetzungen neue Ganztagsplätze geschaffen werden könnten,
  • welcher Bedarf jeweils für den Offenen bzw. Gebundenen Ganztag an welchen Schulen gesehen wird,
  • welche Finanzrahmen für unterschiedliche Lösungsvorschläge notwendig wären und
  • welcher Zeitplan für welche Lösung angestrebt werden kann und welche Ausbaumöglichkeiten bereits zum Schuljahr 2019/2020 umsetzbar sind.

Sachdarstellung
Seitdem die Ganztagsbetreuung an Düsseldorfer Grundschulen 2003/04 mit sieben Schulen und 15 Gruppen startete, sind die Zahlen Jahr für Jahr stetig angestiegen. Seit 2008/09 wird an allen 86 Düsseldorfer Grundschulen eine Ganztagsbetreuung angeboten. Im Schuljahr 2018/19 gibt es bereits 584 Ganztagsgruppen, davon 483 im Offenen und 101 im Gebundenen Ganztag.

Zurzeit sichert die Stadt Düsseldorf mit ihrem Angebot eine Betreuungsquote von 63 %, zusätzlich mit anderen alternativen Betreuungsformen (z. B. außerschulische Angebote in Jugendfreizeiteinrichtungen oder Übermittagsbetreuungen) wird eine Quote von 73 % erreicht.

Mit dieser Versorgungsquote wird die Stadt allerdings den Bedarfen der Eltern von Grundschulkindern nicht gerecht. Insbesondere berufstätige Eltern sind für die Arbeitszeiten am Nachmittag auf einen Platz im Ganztag der Grundschule angewiesen (vor allem, wenn es durch die Zeit in einer Kindertagesstätte einige Jahre eine verlässliche Betreuung gab). Die Warteliste weist zu Beginn eines Schuljahres im Durchschnitt circa 1.000 fehlende Plätze auf.

Es werden zusätzliche Gruppen nötig sein, um einerseits diese Betreuungsquote auch bei den in Düsseldorf weiter steigendenden Schüler*innenzahlen zu halten und um andererseits den noch nicht erfüllten Bedarfen der Eltern zu entsprechen. Darüber hinaus soll ein Rechtsanspruch auf ganztägige Bildungs- und Betreuungsangebote für Kinder im Grundschulalter laut Ankündigung aus dem Koalitionsvertrag bis zum Jahr 2025 garantiert werden (Quelle: BMBF, September 2018).

Mit freundlichen Grüßen

Markus Raub                                      Angela Hebeler

Norbert Czerwinski                            Manfred Neuenhaus

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