Finanzielle Förderung der koordinierenden Arbeit des Kreises der Düsseldorfer Muslime (KDDM)

4. Februar 2021

An
Herrn Oberbürgermeister
Stephan Keller

Sehr geehrter Herr Oberbürgermeister,

die Ratsfraktionen von CDU und BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN bitten Sie, folgenden Antrag auf die Tagesordnung der Sitzung am 4. Februar 2021 zu setzen und abstimmen zu lassen:

Antrag
Der Rat beschließt, die koordinierende Arbeit des Kreises der Düsseldorfer Muslime (KDDM) zu unterstützen und für eine Koordinierungsstelle einen Zuschuss in Höhe von 70.000 Euro für die Haushaltsjahre 2021 ff. einzustellen (Produkt 3135102 Integration von Menschen mit Migrationshintergrund, Zeile 15 Transferaufwendungen, Konto 53181800 Zuwendungen zur Umsetzung der Integrationsarbeit).
Das Aufgabenprofil soll unter anderem enthalten:

  • Koordinierung des ehrenamtlichen Engagements von ca. 33 muslimischen Gemeinden und Vereinen (Zielgruppe);
  • Unterstützung der Zielgruppe bei der Professionalisierung ihres ehrenamtlichen Engagements;
  • Vernetzung der Zielgruppe in die Stadtgesellschaft und gesellschaftliche Institutionen;
  • Aufbau von nachhaltigen Strukturen von bürgerschaftlichem Engagement von Düsseldorfer*innen muslimischen Glaubens;
  • Ansprechperson für muslimische Community, Stadtgesellschaft, Politik und Verwaltung in Sachen bürgerschaftliches Engagement;
  • Förderung von Demokratie, Verständigung und Toleranz;
  • Akquise von Weiterbildungsmaßnahmen in Integration, Organisationsentwicklung und politische Bildung.

Sachdarstellung
Das soziale Engagement von Muslimen in Düsseldorf wird bundesweit wahrgenommen und hat bereits für viele andere Kommunen eine Vorbildfunktion. Der KDDM konnte durch seine jetzige Struktur und Vernetzung in die Stadtgesellschaft eine integrative Kraft entfalten, die Moscheegemeinden und andere muslimische Organisationen von sehr konservativ bis sehr liberal einschließt. Auch für Geflüchtete bietet er eine unschätzbare Hilfe.

Das Volumen an Mitgliedern, Institutionen, Projekten, Arbeitsfeldern und Angeboten ist so enorm, dass inzwischen eine professionelle Koordinierung notwendig ist, um alle Angebote zu erhalten. Die Koordinierung der circa 33 muslimischen Gemeinden hat einen erheblichen Umfang bekommen, der nicht nebenbei mitgeleistet werden kann.

Mit freundlichen Grüßen

Rolf Tups                       Angela Hebeler                    Norbert Czerwinski

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