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Zebrastreifen in Regenbogenfarben als Zeichen für Toleranz

10. September 2019

An
Ratsfrau Claudia Bednarski
Vorsitzende des Ausschusses für Gleichstellung

Sehr geehrte Frau Bednarski,

die Fraktionen von BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN, SPD und FDP bitten Sie, den folgenden Prüfantrag auf die Tagesordnung des Gleichstellungsausschusses am 10. September 2019 zu setzen und abstimmen zu lassen:

Die Verwaltung wird gebeten, als Zeichen für Vielfalt und Toleranz in Düsseldorf die dauerhafte Installation eines Zebrastreifens in Regenbogenfarben zu prüfen.

Dies soll im Zusammenhang mit dem Mahnmal zum Gedenken der Diskriminierung und Verfolgung von Lesben, Schwulen und Transgeschlechtlichen erfolgen. Der Gedenkort wird an einem noch nicht festgelegten Ort am Rhein zwischen Rheinknie-Brücke und Oberkassler-Brücke errichtet werden.

Sachdarstellung
Anfang 2020 wird voraussichtlich der Wettbewerb zur Gestaltung des Ortes für Erinnerung und Akzeptanz von geschlechtlicher und sexueller Vielfalt abgeschlossen sein und das Mahnmal am Düsseldorfer Rhein errichtet werden.

Im Rahmen dieses Prozesses soll eine weitere Sichtbarmachung von Toleranz und Akzeptanz durch den dauerhaften Auftrag eines Regebogenzebrastreifens in der Nähe des Gedenkortes erfolgen. Beispiele gibt es bereits in vielen Städten wie Maastricht, Wien, London (Stadtteil Lambeth) und Paris (Stadtteil Marais). In Kanada sind inzwischen in vielen Städten „rainbow crosswalks“ zu finden (unter anderem in Victoria, Vancouver, Nanaimo, Burnaby, Whistler, Maple Ridge).

Die Farben des Regenbogens als Symbol für Vielfalt im Bereich sexueller Identitäten dienen der Verdeutlichung von Akzeptanz und Toleranz. In einigen Städten werden aus Anlass des CSD (z. B. in Zürich) oder als spontane Aktionen (z. B. in Köln und Krefeld) Regenbogenzebrastreifen aufgetragen oder vorhandene Zebrastreifen bunt übermalt.

Leider stellen sie nur eine temporäre Einrichtung dar, für die weltoffenen Stadt Düsseldorf wünschen wir uns allerdings ein permanentes LSBTTI* Bekenntnis.

Mit freundlichen Grüßen

Angela Hebeler (GRÜNE)            Bergit Fleckner-Olbermann (SPD)                  Dr. Christine Rachner (FDP)