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Kolumne Juni 2020 Nord-Kurier – Weniger Flüge

8. Juni2020

Der Düsseldorfer Norden ist ruhiger geworden.

Seitdem das Reisen aufgrund des Corona-Virus eingeschränkt wurde, gibt es wesentlich weniger Starts und Landungen in unserer Stadt. Und damit ist die Lärm- und Umweltbelastung stark vermindert worden. Anwohner*innen berichteten, dass sie seitdem merklich besser und auch länger schlafen. Tagsüber wird der geringere Fluglärm weniger wahrgenommen. Es wird aber auch hier zu weniger Stress empfinden führen.

Sollte man dies nicht auf sich wirken lassen, bevor die Einschränkungen wieder aufgehoben werden und dann wieder mehr geflogen werden kann?

Seit den Corona bedingten Einschränkungen arbeite ich im Home Office und treffe internationale Kollegen nur noch virtuell in Video- oder Telefonkonferenzen. Vorher waren sehr oft Kollegen aus verschiedenen Ländern in unserem Düsseldorfer Büro. Das Reisen fehlt nicht und die Arbeit kann auch ohne Einschränkungen gut geleistet werden. Diese Art des Arbeitens könnte man weiterhin fortsetzen oder das Reisen auch nach den Corona Einschränkungen zumindest weiterhin minimieren.

Die im Augenblick kaum möglichen privaten Flugreisen sind im Hinblick auf die aktuelle Corona Gefahrenlage nicht dringend nötig und eher ein Luxus, auf den die meisten in der jetzigen Situation gerne verzichten. Was wirklich fehlte, waren die Begegnungen mit Familie und Freunden. Es ist schön, dass diese Begegnungen nun wieder mit den entsprechenden Vorsichtsmaßnahmen möglich sind.

Die Veränderungen durch die Corona Einschränkungen kamen von außen und nicht von uns. Wenn diese Einschränkungen vorbei sind, sollten wir prüfen, was nachhaltig richtig und wirklich wichtig ist. Diese Chance, das Richtige zu tun, sollten wir nutzen.

Lassen Sie uns gemeinsam die Verantwortung für eine bessere Zukunft übernehmen und nebenbei auch weiterhin etwas mehr Ruhe in Düsseldorf genießen.

Ihr Gerald Helmke,
BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN, Bezirksvertreter in der BV 06

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