Konzepterstellung zur Einführung eines Enterprise Architecture Managements (EAM)

26. September 2019

An
Herr Pavle Madzirov
Vorsitzender des Personal-und Organisationsauschusses

Sehr geehrter Herr Madzirov,

die Verwaltung wird gebeten, bis Ende des ersten Quartals 2020  unter Berücksichtigung der 10 Leitsätze aus der „Digitalen Strategie 2017–2021“ ein Konzept einschließlich der voraussichtlichen Kosten für die Einführung eines Enterprise Architecture Managements (EAM) zu erstellen und dem Personal- und Organisationsausschuss vorzustellen.

Folgende Aspekte sollen dabei besondere Berücksichtigung finden:

  • Governance-Richtlinien zu den Themenfeldern „Daten“, „Software“, „Prozesse“
  • Erstellung eines organisatorischen, strategischen und konzeptionellen Rahmens für die Ausgestaltung der IT-Landschaft
  • Identifikation von redundanten Lösungen und Standardisierungspotenzialen
  • Identifikation von Abhängigkeiten zwischen Systemarchitekturen
  • Vorschläge zur Konsolidierung und Aufzeigen der damit verbunden Kostenreduktionen
  • Vorschläge für die Einbeziehung der Expertise von Verwaltungsmitarbeiter*innen
  • Vorschlag für die Einführung von EAM-Indikatoren zur Erfolgsmessung
  • Zeitplan ansetzen und Schwerpunkte festlegen

Sachdarstellung

Die Digitale Transformation ist entgegen der landläufigen Meinung keine Aufgabe der Zukunft. Sie ist seit vielen Jahren schon im Gange, hat aber dabei an Komplexität immer weiter zugenommen.

Nicht nur die Zahl der Anwendungssoftwares steigt dabei, sondern auch Systemplattformen und die gegenseitigen Abhängigkeiten untereinander haben heute Ausmaße angenommen, die selbst von Fachleuten kaum noch zu überblicken sind.

So kann der Ausfall einer Applikation in einer Systemumgebung auch unerwünschte Auswirkungen auf anderen Plattformen haben, und umgekehrt.

Hinzu kommt, dass vielerorts nicht eindeutig geregelt ist, wer welche Berechtigungen in der IT-Landschaft hat.

So ist dann zum Beispiel beim Thema „Daten“ nicht immer klar, ob diese konsistent sind, wem sie gehören, wo sie liegen, wer sie nutzen und wer welche Daten erstellen und speichern darf.

Das Gleiche gilt für die Anschaffung von Software oder auch die Definition von IT-Prozessen. Aus diesem Grund existieren dann redundante Lösungen, die jeweils Kosten für den je eigenen Support und die Weiterentwicklung verursachen.

Genau hier setzt ein Enterprise Architecture Management (EAM) ein. Ziel eines EAMs sind nicht nur Kostenreduktion, Standardisierung und Konsolidierung von Prozessen und Anwendungssoftwares, sondern durch die dann geschaffene Transparenz können die Ziele, die sich die Stadt Düsseldorf in der „Digitalen Strategie 2017–2021“ selbst gesetzt hat, besser erreicht werden.

Mithilfe eines EAMs werden Richtlinien (Governance) zu den Themen Daten, Softwares und Prozesse erarbeitet, die dafür sorgen, dass Komplexität verringert, Redundanzen vermieden und letztlich Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Verwaltung durch optimierte Datenflüsse im günstigen Fall entlastet werden.

Die Landeshauptstadt Düsseldorf unternimmt gerade große Anstrengungen, die digitale Transformation der Verwaltung voranzutreiben. Mit der „Digitalen Strategie 2017–2021“ und dem „Digitalisierungsfahrplan“ sind ehrgeizige Ziele gesetzt worden und Projekte sind in verschiedenen Ämtern zeitgleich in Angriff genommen worden.

Für eine bessere Steuerung der Planung, der Organisation der IT-Landschaft und der Einführung von Governance-Regeln ist der Einsatz eines EAMs erforderlich.

Weitere Begründung erfolgt ggf. mündlich.

 

Mit Dank und freundlichen Grüßen

 

Frank Spielmann                      Jörk Cardeneo                         Thomas Nicolin

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