Kunst und Kultur

Kunst und Kultur – wesentlich und wertvoll für Düsseldorf

Düsseldorf soll auch künftig Motor und Magnet für Kunst und Kultur sein. Das ist in Zeiten großer Veränderungen mehr denn je unser festes Ziel. Denn Kultur und die Künste sind wertvolle und unentbehrliche „Stimmen“: Sie „erzählen“ auf ihre Weise von Welt und Gesellschaft und eröffnen damit neue und andere Perspektiven. Künstler*innen überraschen und bereichern mit ihren Werken und kreativen Aktionen. Texte, Töne, Bilder und tänzerische Bewegungsformen wirken: Sie fordern heraus, weiten Verstehens- und Vorstellungsräume, können Mut und Lebensfreude schenken, glücklich oder auch nachdenklich machen. Wir sind stolz auf die Programme der „großen“ und „kleinen“ Häuser ebenso wie auf die Projekte und Initiativen der Freien Szene. Wir möchten, dass sie weiterhin breit in die Düsseldorfer Stadtgesellschaft ausstrahlen können. Unsere Kulturpolitik fördert das künstlerische Experiment und pflegt das gewachsene kulturelle Erbe.

Offen für kulturelle Bildung
Wir machen uns in Düsseldorf für ein umfassendes Angebot zur kulturellen Bildung stark. Musik, Literatur und Poesie, bildende Künste, Theater, Tanz und Film regen Fühlen, Denken und die Fantasie an und begünstigen insbesondere die persönliche Entwicklung von Kindern und Jugendlichen. Damit Wege in die Kultur offen und Zugänge für alle Bevölkerungsgruppen möglich sind, stärken wir Kulturhäuser und Kunstschaffende in ihrer vielfältigen Bildungsarbeit und unterstützen dabei auch digitale Vermittlungsformen.

  • Gesamtstädtisches Konzept und neuer Beirat für kulturelle Bildung: Wir möchten allen Düsseldorfer*innen in jedem Alter ermöglichen, aktiv am kulturellen Leben dieser Stadt teilzuhaben. Um diesem Ziel näher zu kommen, wollen wir einen Beirat für kulturelle Bildung einrichten. Er soll in einem partizipativen Verfahren – unter Einbeziehung der Kulturinstitute, Stadtbüchereien und Spezialmuseen – im Rahmen eines gesamtstädtischen Konzepts Ziele für die „Kulturelle Bildung 2030“ entwickeln. Wichtige Bausteine sind: die Ergebnisse der Fachveranstaltung „Kulturelle Bildung 2030 – eine Vision für Düsseldorf“ (November 2019), die Entwicklung eines Kultursiegels für Schulen und die Ausweitung der „SingPause“ auf alle Grundschulen, die dies wünschen. Wir halten es für erforderlich, die Finanzmittel für kulturelle Bildung bedarfsgerecht anzuheben.
  • Clara-Schumann-Musikschule: Wir haben ein klares Ziel: Mit den steigenden Zahlen von Schüler*innen muss auch das Angebot der städtischen Musikschule wachsen. Die personelle und räumliche Ausstattung werden wir entsprechend anpassen. Wir wollen die Warteliste sinnvoll und zügig verkleinern. Deshalb werden wir die Zahl der fest angestellten Pädagog*innen erhöhen und auch die musikalische Früherziehung sowie die Kooperation mit Kindertagesstätten ausbauen. Für Kinder mit „Düsselpass“ muss es ausreichende Angebote in allen Kursbereichen geben.
  • Stadtteil-Büchereien: Die Stadtteil-Büchereien wollen wir auch personell stärken und ihr Angebot uneingeschränkt aufrechterhalten.
  • Digitalisierung: Die Digitalisierung der Kultur- und Bibliotheksbestände der Stadt muss zügig umgesetzt, personell abgesichert und technisch optimiert werden.
  • Erinnerungspolitische Bildung: Wir bekennen uns zu einer vielfältigen und breiten Erinnerungskultur, die die Opfer der nationalsozialistischen Herrschaft in unserer Stadt würdigt, das Gedenken pflegt, es lebendig und dynamisch hält und das Wissen um die Stadtgeschichte zwischen 1933 und 1945 zeitgemäß an die jüngeren Generationen vermittelt und weitergibt. Ein wesentlicher Bestandteil ist dabei die besondere Unterstützung der städtischen Mahn- und Gedenkstätte, die diese Aufgaben als zentraler außerschulischer Lern-Ort zur historisch-politischen Bildung bündelt und wahrnimmt.
  • Straßen- und Platzbenennungen: Im Auftrag des Kulturausschusses haben die Mahn- und Gedenkstätte und das Stadtarchiv zusammen mit einem wissenschaftlichen Beirat Straßen- und Platzbenennungen untersucht, deren namensgebende Personen nach 1870 verstorben sind und in belastendem Zusammenhang mit Kolonialismus, Militarismus, Nationalsozialismus und Antisemitismus standen. Der Abschlussbericht und die daraus resultierenden Empfehlungen bilden die Grundlage unserer Arbeit. Wir werden im Rat die Umbenennung der zwölf als nicht haltbar eingestuften Straßennamen beantragen. Beim Münchhausenweg schlagen wir eine Umwidmung vor. Wir werden die Beteiligung der Bürger*innen sowie die Unterstützung der Anlieger*innen im weiteren Prozess sicherstellen. Wichtig ist uns, dass die geschichtlichen Hintergründe sichtbar und nachvollziehbar werden, sowohl bei den umzubenennenden Straßen als auch bei teilweise belasteten und diskussionswürdigen Benennungen.
  • Kolonialismus in Düsseldorf: Wir wollen die freien Mittel aus der Haushaltsstelle für die ehemalige Stiftungsprofessur Gartenbaukunst umwidmen und regen in Abstimmung mit der Heinrich-Heine-Universität eine dortige Projektstelle „Kolonialismus in Düsseldorf“ an.
  • Austausch von Schüler*innen: Wir unterstützen den Austausch von Schüler*innen mit Düsseldorfs Partnerstädten und wollen dabei auch kulturelle Schwerpunkte setzen.
  • Kulturschaffende im Bereich kultureller Bildung: Wir werden die Vergütung für Kulturschaffende in städtischen Programmen der kulturellen Bildung, wie Künstler*innen an den Schulen oder im Offenen Ganztag, überprüfen und gegebenenfalls anpassen.
  • Volkshochschule: → Schulische Bildung.

Kultur in Vielfalt und Qualität fördern
Das Kulturleben in Düsseldorf besitzt besondere Vielfalt und Dichte und setzt in seiner Qualität Maßstäbe. Mit öffentlicher Förderung schaffen wir kulturpolitisch einen Rahmen, damit sich die Landeshauptstadt als Kunst- und Kulturmetropole dynamisch weiterentwickeln kann.

  • Etablierte Häuser und Freie Szene: Die Zuschüsse für die städtischen Institute und die Freie Szene werden wir stabil halten und mit einem Inflationsausgleich versehen.
  • Freie Szene: Die Budgets für die Beiräte wollen wir schrittweise erhöhen. Wir möchten Planungssicherheit schaffen und deswegen für die jährliche Förderung im Rahmen der Haushaltsberatungen längerfristige Projektförderungen prüfen. Die fachliche Beratung der Beiratsmitglieder schätzen wir. Unsere Anerkennung wollen wir auch durch eine angemessene Aufwandsentschädigung der freien Mitglieder zum Ausdruck bringen. Wir möchten Kooperationen von Freier Szene und Kulturinstitutionen anregen und dafür einen finanziellen Anreiz schaffen.
  • Förderpreis für Design: Die Einrichtung eines Design-Förderpreises in Entsprechung zu den anderen städtischen Förderpreisen wollen wir prüfen.
  • Fotostadt Düsseldorf: Wir wollen Düsseldorf als Standort der Fotografie stärken. Dazu soll das Deutsche Foto-Institut in der Landeshauptstadt angesiedelt werden. Wir tragen dafür Sorge, dass das von der Stadt bereitgestellte Grundstück am Ehrenhof unter Wahrung der Belange des Hofgartens und der satzungsgeschützten Bäume am Grundstück erschlossen und ökologisch bebaut wird. Die Vielzahl der Initiativen zur Fotokunst – wie die Fotobiennale „Photo+“ und die Vergabe des Bernd-und-Hilla-Becher-Preises – führen wir fort. Die ehemaligen Arbeitsräume des Ehepaars Becher in der alten Schule Kaiserswerth sollen gesichert und saniert werden.
  • Musikstadt Düsseldorf: Wir werden die Kulturverwaltung beauftragen, gemeinsam mit dem Beirat für Musik ein Konzept „Musikstadt Düsseldorf“ zu entwickeln, in dem auch Kirchenmusik, Mundart- und Brauchtumsmusik Berücksichtigung finden. Insbesondere sollen die Ausweitung von Proberäumen und Aufführungsmöglichkeiten, die finanzielle Förderung von Bands sowie die Rahmenbedingungen für Musikfestivals in den Blick genommen werden.

Räume für Kunst und Kultur
Auch in einer wachsenden Stadt mit immer weniger freien Flächen kümmern wir uns um die Interessen von Kunst- und Kulturschaffenden. Für sie sichern wir vorhandene Kultur-Orte und entwickeln neue. Denn Kunst braucht Produktionsräume, damit sie entstehen, Schau- und Begegnungsräume, damit sie zum Erlebnis werden kann. Für die öffentlichen Kulturgebäude gilt: Wir setzen uns dafür ein, dass sie saniert und modernisiert werden.

  • Öffentliche Kulturbauten: Wir wollen die öffentlichen Kulturbauten langfristig als solche erhalten, im Eigentum der Stadt belassen und zukunftssicher machen. Die Liste zum Sanierungsbedarf der öffentlichen Kulturgebäude soll möglichst zügig abgearbeitet werden. Die notwendigen Finanzmittel unter Berücksichtigung einer realistischen jährlichen Instandhaltungspauschale stellen wir bereit. Wir sehen die Möglichkeit, dass Sanierungsmaßnahmen auch von einer städtischen Tochterfirma beschleunigt durchgeführt werden.
  • Ateliers, Ausstellungs- und Aufführungsorte: Wir wollen die künstlerische Produktion in Düsseldorf stärken. Dazu möchten wir den Künstler*innen mehr Produktionsräume zur Verfügung stellen. Die bestehenden Ateliers und Atelierwohnungen wollen wir sichern und zügig mehr (Wohn-)Ateliers und Proberäume schaffen. In diesem Prozess sollen auch Ausstellungs- und Aufführungsorte mitberücksichtigt werden.
  • Aquazoo/Löbbecke-Museum: Wir unterstützen den Freundeskreis „Löbbecke-Museum und Aquazoo – Gesellschaft der Zoofreunde e. V.“ bei der Umsetzung des Erweiterungsprojekts auf der Grundlage der Machbarkeitsstudie. Darüber hinaus wollen wir den Potenzialen des Aquazoos als Aquarium und Museum sowie als Lern- und Veranstaltungsort den notwendigen Raum geben. Dazu soll von Stadtverwaltung, Museumsleitung und Freundeskreis ein Konzept zur langfristigen Erweiterung entwickelt werden.
  • Clara-Schumann-Musikschule: Der Anbau am Hauptstandort Prinz-Georg-Straße soll zeitnah mit finanzieller Hilfe der „Freunde und Förderer der Clara-Schumann-Musikschule e. V.“ errichtet werden. Die dezentrale Struktur der Angebote in den Stadtteilen werden wir erhalten.
  • Deutsche Oper am Rhein: Den gemeinsamen Ratsbeschluss zur Zukunft der Oper wollen wir umsetzen. Die Ergebnisse der zugehörigen Projektgruppe werden wir gemeinsam bewerten und zeitnah das weitere Verfahren gemeinsam abstimmen. Die Oper der Zukunft soll zu spielfreien Tageszeiten ein Ort der Begegnung für die Düsseldorfer Bevölkerung werden.
  • Jahnstraße: Nach dem Umzug des Forums Freies Theater (FFT) an den Konrad-Adenauer-Platz 1 wollen wir die Räume der ehemaligen Kammerspiele an der Jahnstraße 3 für ein spartenübergreifendes selbstverwaltetes Zentrum der Freien Tanz- und Theaterszene sowie der Off-Szene bereitstellen.
  • Junges Schauspiel Münsterstraße: Wir unterstützen den baldigen Umzug des Jungen Schauspiels in das „Central“ am Hauptbahnhof. Unter breiter Beteiligung der Bürger*innen des Stadtteils sowie der Bezirksvertretung 6 soll bis zu diesem Umzug für den Standort Münsterstraße eine attraktive und vorrangig kulturelle Nachnutzung gefunden werden. Die bisherigen Pläne für ein „Haus der Kulturen“, das die kulturelle Vielfalt in Düsseldorf sichtbar machen und wertschätzen soll, stellen eine Möglichkeit unter anderen für eine solche Nachnutzung dar.
  • Konrad-Adenauer-Platz 1: Das KAP 1 soll zu einem lebendigen Ort für Kultur und Medien werden, der auch der Freien Szene zur Verfügung steht. Eine bessere Nutzung u. a. der Zentralbibliothek und des Theatermuseums wollen wir durch Sonntagsöffnungen fördern.
  • Kulturbahnhof Eller: Wir wollen den Kulturbahnhof Eller baldmöglichst unter Einbeziehung des „Freundeskreises Kulturbahnhof Eller e. V.“ denkmalgerecht sanieren. Zeitlich vorgezogen werden soll die Sanierung des linken Anbaus im Einklang mit Fördermittelzusagen. Dort werden wir auch eine Druckwerkstatt als Spezialatelier einrichten.
  • Kultur-Ort Kirchplatz: Unser Ziel ist: Die Stadt unterstützt für die ehemalige Toilettenanlage auf dem Kirchplatz die Erstellung eines Betriebskonzepts auf der Grundlage einer Machbarkeitsstudie, leitet die notwendigen Sanierungsarbeiten ein und bemüht sich um Lösungen für deren Finanzierung möglichst unter Einbeziehung Dritter. Die entstehenden Räume wollen wir kulturell nutzen und sie einem Kulturverein, z. B. der Metzgerei Schnitzel e. V. („Brause“), als Heimstätte zur Verfügung stellen.
  • Kunst- und Kreativwirtschaft: Die Förderung der Kultur- und Kreativwirtschaft soll unter Berücksichtigung ihrer Evaluierung stärker an die Stadtplanung angeschlossen werden. Wir möchten, dass Zuschüsse und die Förderung transparent verwaltet und besonders kleinteilige Strukturen und Soloselbstständige gefördert werden.
  • Luisen-Gymnasium: Nach dem Umzug der Schule bleibt das Gebäude des ehemaligen Luisen-Gymnasiums in städtischem Besitz, wird in die Zustandsliste für öffentliche Kulturgebäude und in den Masterplan Schulen aufgenommen und so saniert, dass es bestmögliche Voraussetzungen für eine kulturelle und schulische Nachnutzung bietet.
  • Nachtkultur: Wir wollen, dass die Ergebnisse der Pilotstudie zur Nachtkultur beraten und sinnvolle Empfehlungen daraus umgesetzt werden (→ Stadtplanung).
  • Opernfundus Rath: Wir setzen uns dafür ein, dass das betreffende Grundstück in Rath nach einer erfolgreichen Verlagerung des Opernfundus schnellstmöglich dem Wohnungsbau zur Verfügung steht.
  • Tanzhaus NRW: Wir wollen erreichen, dass das Tanzhaus NRW zügig saniert und erweitert wird.
  • Theatermuseum: Wir möchten die Eigenständigkeit des Theatermuseums im KAP 1 sicherstellen und ihm eine qualitätsvolle Ausstattung durch Einrichtung einer Dauerpräsentation ermöglichen. Das Hofgärtnerhaus soll weiterhin kulturell genutzt werden und öffentlich zugänglich bleiben.
  • Werkkunsthaus Düsseldorf und NRW: Wir wollen in Düsseldorf – in Zusammenarbeit mit dem Land und den Vereinen von Kunstschaffenden sowie unter Einbeziehung der Handwerkskammer Düsseldorf – ein Werkkunsthaus errichten, das professionellen Künstler*innen aus Düsseldorf und NRW sowie internationalen Gästen für ihre Arbeit unterschiedliche Werkstätten zur Verfügung stellt. Düsseldorf soll so als Standort für bildende Kunst gestärkt werden, einen Wissenstransfer für ganz NRW ermöglichen und international kooperieren.
  • Zakk: Für das Zakk wollen wir eine Erweiterung am bestehenden Standort prüfen.

Kunst im öffentlichen Raum
Der Düsseldorfer Stadtraum ist für uns Kulturraum: Wir werten ihn weiter auf, indem wir ihn für Kunstwerke und Denkmäler, Kunst am Bau, künstlerische Aktionen und Veranstaltungen öffnen.

  • Öffentlicher Raum als Kulturraum: Der öffentliche Raum der Kunst- und Kulturstadt Düsseldorf ist ein Kulturraum, der vielseitiger kultureller Nutzung zur Verfügung stehen soll.
  • Kunstkommission: Wir wollen die Kunstkommission weiterentwickeln und zur Verbesserung ihrer Arbeitsfähigkeit verkleinern. Die Anzahl der politischen Vertreter*innen, der Künstler*innen sowie der Kunstfachleute soll entsprechend paritätisch verringert werden. Mit Ausnahme von Preisgerichtssitzungen soll die Kunstkommission öffentlich tagen.
  • Pflege und Sichtbarkeit von Kunst im öffentlichen Raum: Hier wollen wir uns politisch stärker engagieren. Darum werden wir veranlassen: Dem Kulturausschuss soll jedes Jahr zu den Haushaltsberatungen vorgestellt werden, für welche Kunstwerke die finanziellen Mittel zur Pflege von Kunst im öffentlichen Raum verwendet werden sollen. Wir wollen eine Aufstellung darüber, welche Kunstwerke im öffentlichen Raum sichtbar sind und darüber hinaus ein- oder zwischengelagert wurden.
  • Legale Graffitiflächen: Wir möchten, dass weitere legale Graffitiflächen im Stadtgebiet entstehen.

Kulturpolitik und Kulturverwaltung
Wir möchten Kulturpolitik und das Handeln der Kulturverwaltung künftig noch besser aufeinander abstimmen. Dazu setzen wir u. a. die Empfehlungen aus dem Kulturentwicklungsplan weiter um. Zudem prüfen wir Optionen wie ein zentrales Serviceangebot für Besucher*innen der Kultureinrichtungen oder ein verbessertes Fördermittel-Management.

  • Kulturentwicklungsplan: Wir wollen eine stetige Weiterentwicklung des Düsseldorfer Kulturentwicklungsplans unter Einbeziehung von Politik und Öffentlichkeit.
  • Kulturservice: Das Kulturamt der Zukunft soll das vielfältige und lebendige Kulturleben der Stadt Düsseldorf unterstützend begleiten und die notwendige Koordination durch eine effiziente, prozessorientierte Steuerung erleichtern. Denkbar für uns ist dabei auch ein zentraler Service für Besucher*innen der Kulturinstitute. Ein professionelles Fördermittel-Management soll bisher ungenutzte Ressourcen zur Förderung von Kunst und Kultur identifizieren und nutzbar machen. Damit dies noch besser gelingt, halten wir den Einsatz von Künstlicher Intelligenz für denkbar.
  • Rat der Künste: Eine Vertreterin oder ein Vertreter des Rats der Künste soll beratend an den Sitzungen des Kulturausschusses teilnehmen.
  • Freiwillige im sozialen Jahr und Ehrenamtliche: Wir möchten ehrenamtliches Engagement und die Möglichkeiten, die der Bundesfreiwilligendienst bietet, stärker für die Düsseldorfer Kulturinstitute nutzen.
  • Kulturgipfel: Wir wollen einen Kulturgipfel zum Thema „Nachhaltigkeit von Kulturinstituten und kulturellen Veranstaltungen“ gemeinsam mit dem Umweltausschuss und der Umweltverwaltung planen und durchführen.
  • Diversität und Geschlechtergerechtigkeit: → Gleichstellung und Integration.

Kunst und Kultur in Zeiten von Corona
Die Einschränkungen und Belastungen durch die Corona-Pandemie treffen auch in Düsseldorf Kunst- und Kulturschaffende hart. Besonders Soloselbstständige und kleinere Träger und Initiativen der Freien Szene kämpfen ums Überleben. So sehr wir die vielen digitalen Formate, die als Antwort auf Schließungen und Auftrittsabsagen entstanden sind, begrüßen und als ergänzende Angebote auch künftig befürworten: Sie können und sollen die direkte Begegnung zwischen Kreativen und Publikum und damit eine unmittelbare Kunsterfahrung nicht ersetzen. Daher prüfen wir weiterhin, wie wir in Corona-Zeiten die dichte kulturelle Infrastruktur in Düsseldorf bewahren und Tätige in der Kultur sinnvoll unterstützen können.

  • Strukturhilfen: Wir bemühen uns, die durch Corona stark geschwächten Strukturen – vor allem kleinere Träger – zu stützen, um sie am Leben zu erhalten. Zudem wollen wir ein Raummanagement mit entsprechenden Hygiene-Konzepten anregen und passgenaue Strukturen zur Unterstützung der Kulturszene entwickeln. Wir sprechen uns für ein abgestimmtes und koordiniertes Verfahren für die Wiedereröffnung der Kulturinstitute und Kultur-Orte nach den pandemiebedingten Schließungen aus.
  • „Kunstkoop“: Wir wollen ein Pilotprojekt nach niederländischem Vorbild anregen („Kunstkoop“). Damit soll zur Unterstützung der Düsseldorfer Kunstszene – in Zeiten der Pandemie und darüber hinaus – der Ankauf von zeitgenössischer Kunst bei Düsseldorfer Galerien über zinslose Kredite, die von ortsansässigen Banken und Kreditinstituten kommen, erleichtert und gefördert werden.

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