Sehr geehrter Herr Rütz,
wir bitten Sie, folgende Anfrage auf die Tagesordnung der AÖE-Sitzung zu setzen und von der Verwaltung beantworten zu lassen.
- Wie ist die heutige Altkleidersammlung in Düsseldorf vertraglich organisiert,
welche Verträge laufen in diesem Jahr aus, und wie ist der Bearbeitungsstand
zur Neuvergabe der Altkleidersammlung? - Plant die Stadt Düsseldorf, künftig die Containerstandorte zu reduzieren, die
Behältersysteme zu verändern bzw. alternative Sammelverfahren
einzuführen, wie sie in anderen Städten bereits genutzt werden? - Inwiefern fließen auch Kriterien von Bürgerservice, Stadtsauberkeit, Sicherheit
und Nachhaltigkeit in neue Leistungsverzeichnisse ein?
Begründung:
Seit vielen Jahren steht das Düsseldorfer Altkleider-Sammelsystem in der Kritik:
Viele der rund 600 Containerstandorte sind regelmäßig vermüllt, die Container mit zweckwidrigen Inhalten befüllt, die Behälter geplündert oder beschädigt. Die Verwaltung empfahl im Jahr 2021, von einer Änderung des Sammelverfahrens bis zum Ablauf der Entsorgungsverträge im Jahr 2023 abzusehen. Stattdessen sollten Kriterien entwickelt werden, die Bestandteil des neuen Leistungsverzeichnisses zur Altkleidersammlung sein sollen.
Andere Städte, die über gleiche Probleme klagten, gehen längst neue Wege. In Hamburg wurden die Zahl der Sammelcontainer deutlich reduziert und die Textilabgabe bei Sozialpartnern ausgebaut. Zudem besteht dort – wie auch in Frankfurt und Köln – die Möglichkeit, dass aussortierte Kleidung kostenfrei, sauber und nachhaltig von einem Unternehmen mit dem E-Lastenrad bei den Bürger*innen abgeholt wird. Auch die Stadt Mülheim bietet Frei-Haus-Abholung an und nimmt neben Altkleidern u. a. auch Elektrokleingeräte mit.
Aus unserer Sicht könnten diese Lösungen auch bei der Neuausschreibung der Düsseldorfer Altkleidersammlung Berücksichtigung finden.
Mit freundlichen Grüßen
Rolf Buschhausen und Vera Esders