Miriam Detlefs

Praktikantin vom 9. Januar 2018 bis 6. Juli 2018Miriam Detlefs

Praktikum bei den GRÜNEN in der Düsseldorfer Kommunalpolitik

Mein Name ist Miriam Detlefs und ich bin 23 Jahre alt. Zurzeit studiere ich an der Heinrich-Heine-Universität im 6. Semester den Studiengang Sozialwissenschaften, der sich aus den Fächern „Politikwissenschaft“, „Soziologie“ und „Kommunikations- und Medienwissenschaften“ zusammensetzt.

Ich habe mich dazu entschieden, ein Praktikum bei den GRÜNEN in der Düsseldorfer Kommunalpolitik zu absolvieren, da ich mit den politischen Inhalten der Partei sympathisiere. Gleichzeitig gefällt mir der Politikbereich meines Studiums am besten, weswegen ich auf der Suche nach praktischen Eindrücken der politischen Arbeit war.

Neben dem Berichten vom Arbeitsalltag der Teamatmosphäre möchte ich besonders beschreiben, mit welchen Erwartungen ich an das Praktikum herangetreten bin, und ob diese Erfüllt worden sind. Vorweg kann ich schon sagen, dass ich mein Praktikum von drei Monaten auf sechs Monate verlängern wollte  /konnte / durfte, was bereits ein Zeichen dafür ist, dass es mir sehr gefallen hat.

Der Arbeitsalltag
Wir im Praktikant*innen-Büro sind zunächst für das Erstellen des täglichen Pressespiegels zuständig. Dann folgen entweder organisatorische Aufgaben (sicherstellen, dass die Räumlichkeiten gut anzusehen sind, Teilnahmelisten vorbereiten, einkaufen gehen etc.) oder längerfristige sachliche Aufgaben, mit denen man die Mitarbeiter*innen der Geschäftsstelle unterstützen kann, wie zum Beispiel Rechercheaufgaben, Verteilerlisten pflegen, Bestellungen aufgeben, Newsletter-Pflege etc.

Wenn nachmittags Ausschüsse oder Ratssitzungen stattfinden, können die Praktikant*innen diese jederzeit besuchen und auch schon vorher mit in die Vorbesprechungen gehen. Die Aufgaben sind sehr verschieden und abwechslungsreich, insbesondere da es viele Veranstaltungen gibt, bei deren Vor- und Nachbereitung wir immer eingebunden wurden.

Team
Vom ersten Tag an wurde ich von den Mitarbeiter*innen der Geschäftsstelle sowie von den Ratsmitgliedern sehr nett aufgenommen. Von Nada (FSJ-Plerin), mit der ich mir ein Büro teilte, wurde ich in sehr gut in den Arbeitsalltag der Geschäftsstelle integriert und auf diesen vorbereitet. Bei weiteren Fragen oder Unsicherheiten konnte ich mich jederzeit an die Kolleg*innen wenden. Trotz teilweise stressiger Zeiten, hatten die Mitarbeiter*innen der Geschäftsstelle stets ein Lächeln auf dem Gesicht und ich hatte nie das Gefühl, fehl am Platz zu sein. Die Arbeitsatmosphäre ist sehr angenehm und teilweise recht witzig.

Für mich sticht besonders das Gefühl heraus, dass es dem Team der Geschäftsstelle ein wirkliches Anliegen ist, jungen Menschen ihren Arbeitsalltag näher zu bringen und sie mit den Bereichen der Kommunalpolitik, aber auch der Arbeit hinter den Kulissen, vertraut zu machen.

Meine erste Erwartung
Als „stille Beobachterin“ die Kernbereiche der Kommunalpolitik kennenlernen. Diese Erwartung wurde zu 100 Prozent erfüllt, da ich viele Ausschüsse besucht sowie an Ratssitzungen und weiteren Veranstaltungen teilgenommen habe.

Breits an meinem ersten Praktikumstag wurde ich in den „Ausschuss für Wohnungswesen und Modernisierung“ mitgenommen. Auch im weiteren Verlauf des Praktikums habe in an vielen Ausschüssen teilgenommen. Vor den Ausschüssen fanden jeweils die Vorbesprechungen statt, in denen ich sehen konnte, wie sich die einzelnen Fraktionen (der Ampelkoalition) auf diese vorbereiten und wie die Ausschussmitglieder (manchmal auch eher weniger gelassen) versuchen, Unstimmigkeiten oder Barrieren zu überwinden.

Während der sechs Monate habe ich drei Ratssitzungen miterlebt. Diese waren besonders spannend, da die Ratsleute aller Fraktionen zusammenkommen und ich so miterleben konnte, wie und besonders worüber die Politiker*innen Düsseldorfs diskutieren.

Eines der Highlights meines Praktikums ist für mich die Klausurtagung gewesen. Diese haben wir nicht nur vor- und nachbereitet, sondern hier fand ich es besonders spannend mitzuerleben, wie die Fraktion beispielsweise kommende Thematiken und Herangehensweisen plant, Prioritäten setzt und sich aufzustellen gedenkt. So konnte ich sehen, wie die Partei intern kommuniziert und über die eigene Repräsentation diskutiert.

Meine zweite Erwartung
Mit dem Team die politische Arbeit mitgestalten und mitkoordinieren – halt einfach mitmachen. Auch diese Erwartung hat sich erfüllt.
Die Möglichkeit die Arbeit der Geschäftsstelle mitzugestalten bestand vor allem darin, Recherchearbeit zu leisten, um anschließend Anträge und Anfragen der Fraktion für die jeweiligen Ausschüsse zu schreiben. Auch ich selber habe den einen oder anderen Entwurf einer Anfrage oder eines Antrags verfassen dürfen.

Neben diesen Rechercheaufgaben und dem Erstellen des Pressespiegels durfte ich bei der Planung von Veranstaltungen helfen. In den sechs Monaten meines Praktikums fanden unter anderem drei Fachgespräche („Luftreinhaltung und Verkehrswende“, „Urbane Nachtkultur #DUS-nach8“ und „Baukultur – Wertvolle Strukturen erhalten“) statt, bei deren Vor- und Nachbereitung ich geholfen habe und wobei ich großen Spaß hatte. An den Veranstaltungen selbst habe ich ebenfalls teilgenommen und so „live“ miterleben können, was die Bürger*innen Düsseldorfs bewegt und neue Einblicke in verschiedene Problematiken erlangt, zu denen ich mir bis dahin keine Gedanken gemacht hatte.

Weitere spannende Einzelveranstaltungen an denen ich teilnahm, waren zum Beispiel der Europatag, ein Fachtag zu dem Thema Essstörungen und ein „Runder Tisch“ zu dem Thema Prostitution.

Fazit
Die Tatsache, dass ich mein Praktikum von drei Monaten auf sechs Monate verlängert habe, zeigt schon, dass ich mich in der Geschäftsstelle sehr wohl gefühlt habe.

Ich habe sehr viel über die Düsseldorfer Kommunalpolitik in all ihren Facetten lernen können und bin sehr froh, dass ich so herzlich in das Team eingebunden wurde. Das Praktikum kann ich wirklich nur weiterempfehlen.

Ich danke besonders Nada, Heike, Ulla, Stephan, Claudia und Julia für die immer witzige und wirklich schöne, lehrreiche Zeit!

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