Neubau des Technischen Verwaltungsgebäudes (TVG) – Standort südlich Auf‘m Tetelberg

6. Februar 2020

Ergänzungsantrag der Ratsfraktionen BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN und FDP zur Vorlage BAU/003/2019/1: Neubau des Technischen Verwaltungsgebäudes (TVG) – südlich Auf‘m Tetelberg

An Herrn
Oberbürgermeister Thomas Geisel

Sehr geehrter Herr Oberbürgermeister Geisel,die Fraktionen von BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN und FDP bitten Sie, diesen Änderungsantrag zur Vorlage BAU/003/2019 Neubau des Technischen Verwaltungsgebäudes (TVG) – 2. Bedarfsbeschluss – auf die Tagesordnung der Ratssitzung am 06.02.2020 zu nehmen und zur Abstimmung zu bringen:

Der Rat der Stadt beschließt für das Projekt Neubau des Technischen Verwaltungsgebäudes (TVG) als zukünftigen Standort südlich Auf‘m Tetelberg mit einem non-territorialen Büroraumkonzept (Business Club) und einer Desk-Sharing-Quote von 80 %.

Die Verwaltung wird beauftragt

  • einen Architekten- und Ingenieurwettbewerb für den Neubau TVG vorzubereiten,
  • parallel zum Planungsprozess folgende Projekte hinsichtlich der Mobilität zu verfolgen und rechtzeitig zur Inbetriebnahme des TVG umsetzen:
    • deutliche Verbesserung der ÖPNV-Anbindung des Standorts (gemeinsam mit der Rheinbahn), insbesondere die Verlängerung des 5-Minuten-Taktes auf der 709, die Anbindung des dann ausgebauten Regionalhalt Bilk sowie eine Straßenbahn-Trasse über den Südring.
    • Anbindung an den geplanten Radschnellweg von Neuss über Düsseldorf bis nach Langenfeld und Monheim
    • innovatives Mobilitätskonzept für das gesamte Quartier inkl. Schule, Sporthalle und Wohnbebauung (u. a. gemeinsame Nutzung der TVG-Tiefgarage, Einrichtung von intermodalen Mobilitätsangeboten, Einbeziehung des P&R-Platzes am Südfriedhof)
  • die weitere Planungs- und Bauaufgabe an das städtische Tochterunternehmen IPM zu übertragen,
  • einen Change-Prozess für die betroffenen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter durchzuführen,
  • im Rahmen des Change-Prozesses eine Musterfläche zu erstellen,
  • die Planung für das Projekt „Einrichtung eines Zentralen Aktendepots (ZAD)“ durchzuführen und die zugehörige Kostenberechnung zu erstellen,
  • die Planung für eine 6-gruppige Betriebskindertagesstätte im Neubau TVG zu integrieren durchzuführen, eine Kostenberechnung zu erstellen und den Ausführungs- und Finanzierungsbeschluss vorzubereiten,
  • den Stadtentwässerungsbetrieb im Neubau TVG zu integrieren,
  • sowie für den Altstandort Auf‘m Hennekamp das Nachnutzungskonzept zu vertiefen und die Anpassung der Bauleitplanung vorzubereiten anzupassen und einen Verkauf der Liegenschaft vorzubereiten.

Für die erforderlichen Leistungen:

  • Vorbereitungen des Architektur- und Ingenieurwettbewerbs 200.000 EUR
  • Weitere Begleitung des Change-Prozesses 165.000 EUR
  • Einrichtung und Ausgestaltung Musterfläche im TVG 150.000 EUR
  • Planungsleistungen des Zentralen Aktendepots (ZAD) 325.000 EUR
  • Planungsleistungen der Betriebskindertagesstätte 100.000 EUR
  • Kosten IPM 2019 120.000 EUR
  • stimmt der Rat einer überplanmäßigen Mittelbereitstellung in Höhe von insgesamt 1.060.000 EUR zu. Die Deckung erfolgt aus dem Gesamthaushalt.

Die Verwaltung wird ermächtigt, den für die weitere Vorbereitung und Realisierung des Projektes erforderlichen Personalbedarf im Umfang von 4 Vollzeitkräften extern zu decken. Die Verwaltung wird beauftragt, 4 Planstellen für die Projektlaufzeit einzurichten und sofort, d.h. im Vorgriff auf den Stellenplan 2020 zu besetzen.

Die erforderlichen Finanzmittel in Höhe von 356.400 EUR pro Jahr werden dem Amt für Gebäudemanagement nach Beschlussfassung zur Verfügung gestellt. Alle Stellen sollen unmittelbar nach Beschlussfassung parallel intern und extern ausgeschrieben werden. Unter Berücksichtigung der personellen Fluktuation sowie des anhaltenden Fachkräftebedarfs im Baubereich sollen die Stellen unbefristet besetzt werden. Nach Projektabschluss sollen die jeweiligen Stelleninhaber/innen auf unbefristete Stellen einrücken.

Sachdarstellung
Die Entscheidung für einen Neubau des Technischen Verwaltungsgebäudes (TVG) ist eine große Chance für die Mitarbeiter*innen sowie für die Stadt als Arbeitgeberin und auch als Vorbild für zukunftsfähiges und nachhaltiges Bauen. Beide untersuchten Standorte haben Vor- und Nachteile, die in der Verwaltungsvorlage ausführlich dargelegt werden.

Die heutigen Nachteile des Standorts Auf’m Tetelberg hinsichtlich der Verkehrsanbindung können behoben werden bzw. müssen im Rahmen der ohnehin laufenden Planung und Bebauung bearbeitet werden. Insbesondere der zukünftige Regionalhalt in Bilk wird – bei entsprechender Verbindung zu Standort – die Erreichbarkeit aus vielen Bereichen der Region entscheidend verbessern. Eine neue Straßenbahntrasse über den Südring ist eine zusätzliche Chance für den Standort und die umliegenden Quartiere.

Mit dem TVG kann die Stadt im Neubau-Quartier Auf’m Tetelberg eine entscheidende Rolle übernehmen. Sie hat damit die Chance, ein Quartier mit wirklich intelligentem Mobilitätskonzept zu ermöglichen, das die Mobilitätsbedürfnisse aus Gewerbe (TVG), Schule, Sport und Wohnen kombiniert.

Außerdem bietet die Entwicklung des Quartiers die Chance, in der unmittelbar an den TVG-Neubau angrenzenden Wohnbebauung Azubi-Wohnheime für städtische Auszubildende zu realisieren.

Mit freundlichen Grüßen

Angela Hebeler                                   Norbert Czerwinski                         Manfred Neuenhaus

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