
Parkdienstleister verursachen nach wie vor erhebliches Park-Chaos in Lichtenbroich – sehr zum Unmut von rund 45 Bürger*innen, die Ende August auf Einladung von Ratsherrn Lukas Mielczarek an einer Ortsbegehung am Lichtenbroicher Weg teilnahmen. Der Grünen-Politiker will ihre Anregungen noch im September in die politischen Beratungen
einbringen und fordert mehr Kontrollen durch Polizei und Ordnungsamt.
Die Thematik begleitet Mielczark schon seit Jahren – als Mitglied des Verkehrsausschusses und der Bezirksvertretung 6 wird er regelmäßig darauf angesprochen: Immer mehr Urlauber:innen übergeben ihre Fahrzeuge an Parkdienstleister und glauben, einen sicheren Platz im Parkhaus gebucht zu haben. Tatsächlich stellt ein Teil dieser Firmen die Fahrzeuge im Wohngebiet ab, teils regelwidrig im Halteverbot oder in Kreuzungsbereichen. Die Berichte der Bürgerinnen und Bürger zeigen nun: An dieser Praxis hat sich nichts geändert. Eher das Gegenteil ist der Fall: Das Problem betrifft zunehmend nicht nur vereinzelte Straßen, sondern den gesamten Stadtteil. Es bedarf einer flächendeckenden Lösung. „Wir brauchen jetzt dringend stärkere Kontrollen. Die Ordnungskräfte sollten nicht nur in der Innenstadt eingesetzt werden, sondern auch bei uns am Stadtrand“, sagt Mielczarek. Den Wunsch der Lichtenbroicherinnen nach mehr Präsenz von Polizei und Ordnungsamt – auch nachts und in der Ferienzeit – unterstützt er. „Es ist Zeit, konsequent gegen die schwarzen Schafe unter den Parkdienstleistern vorzugehen. Anwohnende berichten sogar von erheblichen
Geschwindigkeitsüberschreitungen. Der Oberbürgermeister und die Verwaltung müssen endlich klare Regelungen schaffen und ihre Einhaltung strikt überwachen.“
Mielczarek plädiert in diesem Zusammenhang für eine neue Regelung: Bislang sei das Abstellen der Fahrzeuge grundsätzlich legal und vom so genannten „Gemeingebrauch“ der Straßen gedeckt. Daher fordert er, betroffene Straßen mit „Anlieger frei“-Schildern auszustatten – eine Anregung, die während der Ortsbegehung auf einhellige Zustimmung traf. „Flächendeckend umsetzbar und noch einfacher zu überprüfen wäre Bewohnerparken, wie es in Unterrath verbreitet ist“, so der Ratsherr. Tagsüber bestehe Parkscheibenpflicht, außer für Anwohner:innen mit Parkausweis. Die Gebühren für den Parkausweis müssten, so Mielczarek, allerdings sozial verträglich gestaltet sein. Die Ergebnisse der Ortsbegehung will der Ratsherr noch im September in die politischen Beratungen einbringen. Bereits am 17.09. debattiert der Verkehrsausschuss über eine Initiative der Bezirksvertretung, für die Einführung eines Anwohnerparkens. Hierfür müssten zunächst die Voraussetzungen geprüft werden. Mielczarek: „Die Botschaft aus Lichtenbroich ist klar: Wir brauchen eine
sofortige und spürbare Entlastung der Anwohner:innen. Sie dürfen nicht mehr im Stich gelassen werden.“