GRÜNE blicken kritisch auf die geplante Fusion von Vonovia und Deutsche Wohnen

Wenn die Aktionäre und das Bundeskartellamt der geplanten Fusion der führenden deutschen Wohnungskonzerne Vonovia und Deutsche Wohnen zustimmen, entsteht auf dem deutschen Wohnungsmarkt ein Megakonzern mit mehr als einer halben Millionen Wohnungen.
Die Aussicht darauf lässt auch die Düsseldorfer GRÜNEN hellhörig werden. Denn auch, wenn die privaten Unternehmen davon sprechen, bezahlbaren Mietraum und Mietstabilität zu schaffen, birgt eine Marktkonzentration immer Risiken.

„Grundsätzlich stehen wir dem kritisch gegenüber. Durch eine verstärkte Marktkraft verstärkt sich nicht nur der Einfluss der Konzerne, sondern auch der Einfluss auf die Preise von Miet- und Eigentumswohnungen“, so die Vorsitzende des Ausschusses für Wohnungswesen und Modernisierung und GRÜNEN-Ratsmitglied Antonia Frey. Vor allem Vonovia steht schon länger in der Kritik wegen intransparenter, überhöhter und falsch ausgestellter Nebenkostenabrechnungen, auch in Düsseldorf.

In der Landeshauptstadt kann dies gravierende Einschnitte für den ohnehin schon angespannten Wohnungsmarkt bedeuten. „Mit etwa 5.500 Wohnungen in Düsseldorf belegen die Konzerne gemeinsam den dritten Platz auf dem Düsseldorfer Wohnungsmarkt und tragen damit auch eine große soziale Verantwortung“, so Harald Schwenk, GRÜNER Sprecher im Ausschuss für Wohnungswesen und Modernisierung. „Die Auswirkungen, die sich dadurch auf dem Düsseldorfer Wohnungsmarkt ergeben, werden wir kritisch begleiten und kleinteilig analysieren.“

Vorerst bleibt nur die Hoffnung, dass das Bundeskartellamt diese Entscheidung sehr gut abwägt, genau hinschaut und zum Wohle der Mieter*innen entscheidet.

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