Handwerk und Wohnen nicht gegeneinander ausspielen

25.06.2025  –  Pressemitteilung von BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN Düsseldorf Ratsfraktion

GRÜNE kritisieren Vorgehen zum Bauprojekt Emmastraße

Handwerk und Wohnen nicht gegeneinander ausspielen

“Wir stehen dazu, dass auch für das Handwerk und für ‚lautes‘ Gewerbe in Düsseldorf Platz sein muss. Daher werden wir die als Kernzonen definierten Flächen für Gewerbe und Industrie weiter schützen und nicht planlos anders nutzen”, stellt Frank Schulz, Fraktionssprecher und planungspolitischer Sprecher der GRÜNEN Ratsfraktion klar.

Die Kritik der GRÜNEN zielt auf eine Bauvoranfrage, die im Planungsausschuss vorliegt. An der Emmastraße soll einem Investor in einem bestehenden Gewerbegebiet innerhalb einer Kernzone auf mehr als 7.500 Quadratmetern Wohnungsbau genehmigt werden.

Schulz: “Diese Einzelgenehmigung würde die heutige Nutzung verdrängen und umliegende Handwerksbetriebe gefährden, insbesondere die unmittelbar an die geplante Wohnbebauung angrenzende Tischlerei. Zusätzlich stellt diese Abweichung die Glaubwürdigkeit der Kernzonen insgesamt in Frage”.

Clara Gerlach, GRÜNE Ratsfrau und OB-Kandidatin, ergänzt: “Ich möchte, dass auch in Zukunft Platz für das Handwerk in Düsseldorf ist. Dazu haben wir ein neues Meisterquartier am Tetelberg vorgeschlagen. Dazu müssen wir aber auch bestehende Gewerbegebiete wie an der Emmastraße zukunftsfähig weiterentwickeln. Das Planungsrecht bietet mit der Definition des ‘Urbanen Gebiets’ eine gute Grundlage, um das Quartier als Ganzes zu betrachten. Es ermöglicht, Gewerbe zu sichern und an geeigneten Flächen im Quartier auch neue Nutzungen wie Wohnen zu ermöglichen – klug geplant, nicht mit Einzelgenehmigung auf Zuruf!”

Anlage:

Änderungsantrag der GRÜNEN Ratsfraktion im Ausschuss für Planung und Stadtentwicklung 25.06.2025