GRÜNE zur Diskussion über schlechte Luft in Düsseldorf – Trickserei der Autoindustrie ist für Düsseldorfer*innen gesundheitsschädlich und tödlich

27. April 2017 – Presse GRÜNE Ratsfraktion

„In Düsseldorf werden Menschen krank und sterben früher, weil die Autoindustrie trickst“, bringt es Iris Bellstedt, umweltpolitische Sprecherin der GRÜNEN Ratsfraktion, auf den Punkt. Sie reagiert damit auf Analysen, dass selbst moderne EURO 6 Diesel, die eine blaue Plakette erhalten würden, im echten Betrieb die Vorgaben nicht einhalten.

Bellstedt: „Die Trickserei der Autoindustrie muss beendet werden und die Hersteller müssen die Nachrüstung übernehmen. Es ist erschreckend, dass die Bundesregierung immer noch versucht, realistische Tests in der EU zu verhindern. Die Leidtragenden sind die Menschen vor Ort und auch die Autofahrer*innen und Unternehmen, die auf saubere Fahrzeuge angewiesen sind und deren Neuwagen sich nun als Dreckschleudern entpuppen.“

Die ständige Überschreitung der Grenzwerte für Stickstoffdioxyd ist aus Sicht der GRÜNEN nicht in erster Linie ein rechtliches Problem, sondern vor allem ein Gesundheitsrisiko für die Bevölkerung.  „Die Luft an vielen Hauptverkehrsstraßen macht krank. Und die Autohersteller sind gemeinsam mit der Bundesregierung dafür verantwortlich“, so Bellstedt.

Die GRÜNEN wollen in Düsseldorf mehr Tempo machen beim Ausbau von Radverkehr, Bus und Bahn. Auch sollen die Fahrzeuge von Rheinbahn und Awista schneller sauberer werden. Bellstedt: „Aber ohne ein Ende der Trickserei bei den Autos, die den größten Anteil an der Luftverschmutzung haben, werden wir es nicht schaffen.“

Dem Wirtschaftsausschuss wurde in diesem Zusammenhang das sogenannte Lohmeier Gutachten vorgestellt, welches die Belastung der Atemluft durch NOx ungeschönt darstellt und die notwendigen Maßnahmen vorschlägt. Diese wurde vorher bereits dem Umweltausschuss vorgestellt.

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