Schuleingangsuntersuchung – Situation unter Coronabedingungen

persönliche Anfrage der Ratsherrn Thorsten Graeßner

8. Juni 2021

Antworten der Verwaltung

An den
Ratsherrn Pavle Madzirov
Vorsitzenden des Schulausschusses

Sehr geehrter Herr Madzirov,

hiermit bitte ich Sie, folgende Anfrage auf die Tagesordnung der Sitzung des Schulausschusses am 8. Juni 2021 zu nehmen, durch die Verwaltung beantworten zu lassen und dem Ausschuss für Gesundheit und Soziales zur Kenntnis zu geben:

  1. Wie viele Schulneulinge (absolut und relativ bezogen auf den Jahrgang) nahmen in den Jahren 2018 bis 2021 an einer Schuleingangsuntersuchung teil, bzw. wurden für 2021 eingeladen (bitte aufgeschlüsselt nach Jahren, Sozialräumen und – falls stattgefunden – nachträglichen oder verkürzten Untersuchungen) und war eventuell eine Priorisierung nach bestimmten Kriterien notwendig?
  2. Konnten Veränderungen in den Ergebnissen zur Schulreife / Entwicklung in den letzten vier Jahren festgestellt werden und falls ja, welche?
  3. Wie ist zurzeit der Sachstand der Stellenbesetzung in der Düsseldorfer Gesundheitsverwaltung in Bezug auf Schuleingangsuntersuchungen (grundsätzlich und mit eventuellen coronabedingten Einschränkungen), gab es Veränderungen in der Personalstruktur oder ist diese geplant?

Sachdarstellung
Bevor Kinder eingeschult werden, absolvieren sie normalerweise eine Schuleingangsuntersuchung. Diese werden von Ärzt*innen des Gesundheitsamtes durchgeführt – untersucht werden unter anderem Motorik, Sprache, Sehschärfe, Aufmerksamkeit und Impfstatus.

Durch diese Untersuchung soll vor allem festgestellt werden, ob ein Kind in einem Bereich besondere Unterstützung oder Förderung benötigt oder ob unter Umständen eine spätere Einschulung sinnvoll ist. Ziel ist es, jedem Kind die schulischen Bedingungen zu ermöglichen, die es braucht, um erfolgreich lernen zu können.

Bereits in den Jahren vor 2020 konnte es bei der Terminvergabe für die Schuleingangsuntersuchung zu Engpässen kommen, seit letztem Jahr ist die Situation in den Gesundheitsämtern extrem angespannt: viele Gesundheitsämter sind wegen der Corona-Pandemie überlastet und müssen Pflichtaufgaben zurückstellen. Dadurch kommen andere Aufgaben zu kurz – wie eventuell auch die Schuleingangsuntersuchungen für angehende Erstklässler.

Eltern und auch Lehrkräften bereitet das Sorgen, da mögliche Probleme der Kinder erst später / zu spät erkannt werden. Ich möchte gerne erfahren, wie der Sachstand bezüglich der Schuleingangsuntersuchungen in Düsseldorf ist, z. B. ob bzw. wie die Eingangsuntersuchungen trotz Corona aufrechterhalten werden konnten oder ob reduzierte Basis-Untersuchungen durchgeführt wurden und inwiefern Rückstände aufgearbeitet werden können.

Mit freundlichen Grüßen

Thorsten Graeßner