Theatermuseum ohne Leitung und ohne Schaudepot?

18. Juni 2020

Antworten der Verwaltung

An Herrn
Oberbürgermeister Thomas Geisel

Sehr geehrter Herr Oberbürgermeister Geisel,

am Mittwoch, 10. Juni 2020, berichtet die Rheinische Post über Pläne der Stadtverwaltung zum Theatermuseum. Demnach soll die demnächst vakante Stelle der stellvertretenden Leitung nicht erneut besetzt werden, das Theatermuseum an das Filmmuseum angeschlossen werden und das im KAP1 vorgesehene Schaudepot unklar sein.

Vor diesem Hintergrund bittet die Fraktion von BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN Sie, folgende Anfrage aus aktuellem Anlass auf die Tagesordnung des Rates am 17. und 18. Juni 2020 zu nehmen und beantworten zu lassen:

  1. Wann werden die Stellen der Leitung und der stellvertretenden Leitung des Theatermuseums ausgeschrieben und neu besetzt?
  2. Welche Pläne hat die Verwaltung, das Theatermuseum als eigenständiges Institut abzuschaffen und an des Filmmuseum anzugliedern?
  3. Wie stellt die Verwaltung sicher, dass das vom Rat in 2017 beschlossene Schaudepot und die wissenschaftliche sowie die pädagogische Arbeit gemäß dem Konzept zum „Dumont-Lindemann-Zentrum für Darstellende Kunst“ umgesetzt wird?

Sachdarstellung
Laut Mitteilung der Verwaltung von Januar 2020 sind alle Ämter und Institute inzwischen nach „Verwaltung 2020“ zertifiziert. Daher steht einer umgehenden Nachbesetzung der Leitung und bald auch der stellvertretenden Leitung nichts im Wege.

Mit dem Änderungsantrag der Fraktionen von BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN, SPD und FDP in 2017 hat der Rat die Verwaltung beauftragt, „die Planung für das Theatermuseum im KAP 1 so zu überarbeiten, dass ein Schaudepot möglich wird. Damit soll die wissenschaftliche sowie die pädagogische Arbeit gemäß dem Konzept zum „Dumont-Lindemann-Zentrum für Darstellende Kunst“ im KAP 1 sichtbar werden, so dass es durch die Nähe zu Bibliothek und FFT tatsächlich belebt wird“.

Die Aussagen der Presseberichterstattung lassen annehmen, dass die Umsetzung dieses Beschlusses aktuell nicht erfolgt. Denn sowohl eine Angliederung an das Filmmuseum als auch eine mangelnde Ausstattung im KAP1 widersprechen dem Willen des Rates.

Mit freundlichen Grüßen

Angela Hebeler                        Norbert Czerwinski

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