Wirtschaft

Wirtschaft in Düsseldorf – nachhaltig und innovativ

Düsseldorf ist eine erfolgreiche Wirtschaftsmetropole mit einer hohen Sichtbarkeit bis in die USA, nach Japan und China. Wir wollen auf den Stärken unserer Stadt aufsetzen, diese fördern und weiterentwickeln, Düsseldorf aber insbesondere fit machen für die neuen Anforderungen an einen Wirtschaftsstandort.

Denn Wirtschaft wandelt sich. Etablierte Unternehmen werden von neu gegründeten, innovativeren Unternehmen herausgefordert. Für Düsseldorf ist es von zentraler Bedeutung, dass hier auch solche neuen Unternehmen entstehen, die den Wirtschaftsstandort in die Zukunft führen.

Die Auswirkungen der Corona-Pandemie haben auch die Wirtschaft in Düsseldorf getroffen. Die wirtschaftlichen Folgen wollen wir im Rahmen der städtischen Möglichkeiten abmildern und Unternehmen – ob groß oder klein – unterstützen.

Wirtschaft ist kein Selbstzweck und muss aus unserer gemeinsamen Sicht nachhaltig sein. Soziale und ökologische Standards sind hier Grundlage unserer Betrachtung der Wirtschaftspolitik.

  • Düsseldorf-Tech-Agenda: Wir wollen in einem strategischen und systematischen Ansatz die Grundlagen für Unternehmensgründungen und -entwicklungen auf der Basis technologischer Exzellenz schaffen. Die Standortfaktoren
    • Kompetenz bei den Unternehmen
    • Stärken der Hochschulen und
    • Verfügbarkeit von Wagniskapital

    wollen wir analysieren und Konzepte zur Weiterentwicklung dieser Standortfaktoren erarbeiten.

  • Start-ups und Gründer*innen: Die Unterstützung und Begleitung von Start-ups sowie von Gründe*innen soll weiterentwickelt werden, neben anderem auch durch die Düsseldorf-Tech-Agenda. Wir verschaffen ihnen Priorität. Wir setzen uns für gründerfreundliche Ausschreibungen ein und nutzen die Möglichkeiten für Gründer*innen im Vergaberecht aus. Die Förderung weiterer Co-Working-Spaces für Gründende wird geprüft.
  • Migrantische Ökonomie: Die Wirtschaftspolitik muss stärker die Potenziale und Chancen der migrantischen Ökonomie sehen und nutzen, insbesondere durch entsprechende Beratung. Die Wirtschaftskommission des Integrationsrats hat niederschwellige Beratungsangebote zum Thema „Gründen“ entwickelt und eine Broschüre herausgegeben. Eine Übersetzung in verschiedene Sprachen und eine digitale Veröffentlichung auf der städtischen Homepage ist zu prüfen.
  • Aktive Entwicklung von Innenstadt und Stadtteilzentren: Die Auswirkungen der Corona-Pandemie und veränderte Kaufgewohnheiten (Stichwort: Online-Handel) haben die Wirtschaftsstrukturen gerade in den Stadtteilzentren und in der Innenstadt in Düsseldorf bereits verändert und werden dies noch tiefgreifender tun. Wir aber brauchen belebte Stadtteilzentren und Innenstädte mit kleinteiligem Einzelhandel, Gastronomie, Kulturangeboten, Dienstleistungen und hoher Aufenthaltsqualität. Eine Abwärtsspirale müssen wir verhindern.
    Wir wollen mit den Akteur*innen vor Ort (Immobilienbesitzer*innen, Einzelhändler*innen, Gastronomen, Bürger*innen, Anwohner*innen und Akteur*innen in der Zivilgesellschaft von Kultur über Soziales bis Sport) Konzepte und Ideen entwickeln, um drohendem Leerstand entgegenzuwirken. Wir wollen Orte zeitweise beleben, im Einzelfall zwischenmieten, zu Aktionsflächen machen und damit die Attraktivität steigern.
    Diese aktive Innenstadt- und Stadtteilentwicklung soll durch die Stadt und die Wirtschaftsförderung konkret mit Budget, einem Leerstands-Management und ggf. auch mittels Anmietungen durch die Stadt ermöglicht werden. Vor allem aber soll die kreative Aktivierung der Bürger*innengesellschaft fachlich und finanziell unterstützt werden. Fördermittel des Landes und des Bundes sollen dafür eingeworben werden.
  • Klimaschutz und Corporate Social Responsibility (CSR): Wir werden mit der Düsseldorfer Wirtschaft einen Pakt für Klimaschutz und Nachhaltigkeit schließen, damit auch diese ihren Beitrag zur Klimaneutralität 2035 leistet:
    • Wir werden mit den Unternehmen beraten, wie wir – Stadtverwaltung und Wirtschaft – die Klimaneutralität 2035 gemeinsam erreichen.
    • Innovation und Start-ups: Wir wollen das Potenzial von verstärktem Klimaschutz durch innovative, grüne Start-Ups nutzen, eine ökologische Transformation erleichtern und die bestehende Wirtschaftsförderung noch stärker an Nachhaltigkeitsaspekten und CO2-Einsparungen ausrichten.
    • Wir ermöglichen die verstärkte Ansiedlung von grüner Wirtschaft auch in räumlichen Clustern.
    • Nachhaltige, energieeffiziente, ressourcenschonende und CSR-engagierte Unternehmen machen wir sichtbar und bauen die CSR-Beratung aus.
  • Masterplan Handwerk: Mit dem Masterplan Handwerk unterstützen wir das Handwerk in einer Vielzahl von Bereichen. Im Rathaus soll sich in Zukunft eine zentrale Ansprechperson um die Abstimmung zwischen Handwerk und Verwaltung kümmern.
    Für den Mittelstand (große und kleine Unternehmen) schaffen wir gute Rahmenbedingungen, damit die Unternehmen erfolgreich im Wettbewerb bestehen können. Die Stadt wird bei allen Ausschreibungen darauf achten, dass der Mittelstand hier gut beteiligt wird, beispielsweise durch geeignete Losgrößen.
  • Masterplan Industrie: Wir begleiten eine transparente Weiterentwicklung des Masterplans Industrie unter Beteiligung der Politik. Flächen für Industrie und Handwerk wollen wir weiter sichern und das Konzept der Kernzonen stärken. Dabei sollen insbesondere folgende Ergänzungen bzw. Erweiterungen berücksichtigt werden: Umwelt- und Klimaschutz, Nachhaltigkeit, Industrie 4.0. Bei der Fortentwicklung des Masterplans wird es uns um die Bereitstellung von Flächen und die Zukunftsperspektiven der Industrie gehen.
  • Förderung und Vergabepraxis: Wir möchten kleine und mittelständische Unternehmen sowie Soloselbstständige stärker bei Vergaben berücksichtigen, dazu gehören geeignete Losgrößen und mittelstandsfreundliche Vergabeverfahren. Einen besonderen Schwerpunkt legen wir auf Start-ups. Dort wollen wir die Beschaffungsquote erhöhen, damit aktiv Innovationen in der Verwaltung steigern und zur Förderung des Start-up-Ökosystems beitragen. Die Verwaltung wird dazu eine geeignete Strategie entwickeln unter Nutzung aller Möglichkeiten des Vergaberechts.
  • Fördermittelberatung für Unternehmen und Selbstständige: Wir wollen den Zugang zu Förderungen verbessern, gerade auch für kleinere Unternehmen und Soloselbstständige und hier Verfahren einfacher und transparenter machen.
    Für die Beratung von Unternehmen und Selbstständigen zu Fördermitteln soll eine zentrale Ansprechpartnerin/Ansprechpartner in der Wirtschaftsförderung etabliert werden.
  • Social Economy – Social Entrepreneurship – Gemeinwohl-Ökonomie: Nutzen und Ertrag eines Start-ups lassen sich nicht allein in finanziellen Bilanzen ablesen. Neben Kriterien der Nachhaltigkeit treten immer stärker auch Aspekte des gesellschaftlichen Nutzens und der gesellschaftlichen Verantwortung in den Vordergrund. Darüber hinaus entstehen Start-ups, deren Innovation im gesellschaftlichen Nutzen liegt. Das Stichwort lautet hier: Social Entrepreneurship. Diese Entwicklung bewerten wir sehr positiv und wollen sie unterstützen und fördern. Wir wollen eine Strategie für Social Entrepreneurship entwickeln und in diesem Rahmen das Verständnis in der Verwaltung für Gemeinwohl-Ökonomie erhöhen, soziale Innovationen besser nutzen und eine stärkere Zusammenarbeit der Landeshauptstadt Düsseldorf mit Social Entrepreneurs erreichen.
  • Düsseldorfer Umweltakademie: Gemeinsam mit der Kreishandwerkerschaft und weiteren Institutionen wollen wir eine Umweltakademie gründen. Unser Ziel ist, durch die Einrichtung dieser neuen Schnittstelle zum Handwerk erforderliche Kompetenzen zu vernetzen und zu bündeln, um die Klimaziele für Düsseldorf erreichen zu können (→ Klima und Umwelt).
  • Unterstützung der Gründung einer gastgewerblichen Akademie: Wir begrüßen die Gründung einer gastgewerblichen Akademie durch DEHOGA und private Investor*innen. Die Stadt soll dies durch die Bereitstellung von Räumlichkeiten unterstützen. Die Akademie unterhält aus eigenen Mitteln den Betrieb und sorgt ggf. für Sanierung und Instandhaltung der Räumlichkeiten.
  • Aus- und Weiterbildung: Die Stadt fördert die Zusammenarbeit und den Austausch aller Akteur*innen im Aus- und Weiterbildungsbereich, um regional dem Fachkräftemangel bei Unternehmen und in der Stadtverwaltung entgegenzuwirken. Wir wünschen uns ein koordiniertes und umfassend ausgearbeitetes stadtweites Konzept, um die Kompetenzen für eine nachhaltige Fach- und Führungskräfte-Entwicklung in Düsseldorf zu gewährleisten.
  • Gewerbe- und Industrieflächen: Wir halten fest an einer stimmigen Mischung aus Wohnen, Gewerbe, Industrie, Kultur, Sport, Grün- und Freiflächen. Wir werden vorhandene Gewerbe- und Industrieflächen sichern und neue entwickeln.
  • Hafen Reisholz: Wir wollen nur die immer schon ausgewiesene Hafenfläche für die lokalen Bedarfe der Wirtschaft, d. h. die Wirtschaft des Düsseldorfer Südens und des niederbergischen Raums, entwickeln. Es soll kein großer Hafen mit einem Container-Terminal wie in Venlo entstehen. Dabei achten wir auf ein intelligentes Verkehrskonzept, damit keine neuen Durchgangsverkehre den Stadtteil belasten. Ebenfalls wichtig sind uns hier Verkehrsverlagerung statt Verkehrsvermehrung sowie die ökologische Verträglichkeit. Zudem sorgen wir für umfassende Beteiligung und Transparenz, wozu gehört, die Planungen öffentlich zu machen und nachvollziehbar zu erläutern. Die Bürger*innen werden wir frühzeitig unterrichten und einbeziehen.
  • Hafen Düsseldorf: Der Düsseldorfer Hafen ist als Drehkreuz für Logistik und Produktion für die Stadt prägend. Die Standortsicherung und eine nachhaltige Weiterentwicklung innerhalb des ausgewiesenen Bereichs sind wichtig für die gesamtwirtschaftliche Entwicklung der Stadt.
  • Verbindung Häfen Neuss und Düsseldorf: Wir verfolgen eine infrastrukturelle Verbesserung der Verbindung der beiden Häfen und ihrer Anschlüsse an die überregionalen Verkehrswege (Schiene und Straße).
  • Flughafen Düsseldorf: Die Kooperationsparteien sind sich der Bedeutung des Flughafens Düsseldorf als Standortfaktor für die Region und das Land Nordrhein-Westfalen wie auch seines Stellenwerts für die Sicherstellung von Mobilitätsbedürfnissen der in der Region und im Lande lebenden und arbeitenden Menschen und der hier ansässigen Unternehmen bewusst. Die wirtschaftliche Bedeutung des Flughafens Düsseldorf ist unbestritten.
    Die Flughäfen befinden sich wegen der Corona-Pandemie in einer sehr schwierigen wirtschaftlichen Situation. Wenige Bereiche der Wirtschaft sind von den Folgen der Pandemie so stark betroffen wie der Flugverkehr, sodass Arbeitsplätze in Gefahr sind. Es ist davon auszugehen, dass der Flugverkehr auf längere Zeit die früheren Passagierzahlen und Wachstumsraten nicht erreichen wird.
    Wir wollen, dass der Flughafen auch unter den veränderten Bedingungen seine Funktion für Düsseldorf und die Region erfüllen kann.
    Deswegen werden wir darauf hinwirken und bei unterstützenden Maßnahmen für den Flughafen darauf achten, dass diese den Flughafen langfristig auf eine nachhaltige Entwicklung und einen umweltverträglichen Betrieb hin ausrichten. Denn im Verhältnis zu anderen Verkehrsträgern hat der Luftverkehr immer noch die schlechteste Klimabilanz und trägt wesentlich zum Klimawandel bei.
    Wir begrüßen dabei die Initiativen der Bundesregierung, mit der Innovationsprämie Luftfahrt einen Austausch alter Flugzeuge zu fördern und mit dem Luftfahrt-Forschungsprogramm und dem Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt die Serienproduktion elektrischer Flugzeuge ab 2030 anzustreben.
    Der Flughafen Düsseldorf ist ein Stadtflughafen und liegt in einer dicht besiedelten Region, sodass sein Betrieb auch mit erheblichen Belastungen für seine Umgebung verbunden ist. Deshalb kann die wirtschaftliche Entwicklung des Flughafens nicht alleiniger Maßstab der Politik sein.
    Eine moderne Flughafenpolitik muss einen tragfähigen Interessensausgleich zwischen der Entwicklung des Flughafens einerseits und Gesundheits- und Umweltbedürfnissen der Bevölkerung andererseits sicherstellen. Lärm und Abgase durch Flugzeuge bedeuten erhebliche Belastungen für Menschen und Umwelt, die wir weiter stärker reduzieren wollen.
    Wir wollen daran mitwirken, dass durch die Etablierung moderner technischer An- und Abflugverfahren (z. B. Continuous Descent Approach/CDA und Efficient Flight Profile/EFP) die Lärm- und Luftschadstoff-Emissionen weiter verringert werden. Ebenso verfolgen wir die Minimierung der Belastung für Bewohner*innen im Einzugsgebiet des Flughafens durch eine Anreizsetzung für den Einsatz lärm- und emissionsärmerer Flugzeuge über die Start- und Landeentgelte im Rahmen der Entgeltordnung. Das geltende Nachtflugverbot muss konsequenter angewendet werden. Eine Ausweitung des Nachtflugs ist ausgeschlossen.
    Der Angerland-Vergleich steht nicht zur Disposition. Eine Kapazitätserweiterung ist nur im Abgleich mit dem Angerland-Vergleich möglich.
    Wir stehen Kooperationsmöglichkeiten mit anderen Flughäfen offen gegenüber.
    Diese Auffassungen sind übereinstimmende Grundlage der Kooperationsparteien für eine gemeinsam zu verantwortende Flughafenpolitik, ungeachtet von grundsätzlich unterschiedlichen Positionen zur Frage des Flughafenausbaus.
  • Messe Düsseldorf: Die Niederlassungen der Messe und ihrer Töchter sind Botschafter der Wirtschaftsförderung der Landeshauptstadt Düsseldorf. Diese Rolle werden wir wieder mehr in den Fokus rücken.
  • Internationale Wirtschaftsbeziehungen: Wir treten für den weiteren Ausbau der internationalen Wirtschaftsbeziehungen ein: Die traditionell guten Partnerschaften mit Japan, China und den europäischen Nachbarn wollen wir fortsetzen und vertiefen. Gleichzeitig haben wir auch neue internationale Regionen im Blick.
  • Expat Service Desk: Der Expat Service Desk bietet erste Informationen zum Leben und Arbeiten in der Region. Als Lotse bündelt er Informationen, Netzwerke und Institutionen. Im Fokus der Beratung stehen behördliche, berufliche und organisatorische Themen. Die Weiterführung des Expat Service Desk begrüßen wir.
  • Internationale Zusammenarbeit
    • Wir begrüßen die Arbeit des Büros für Internationales der Hochschule Düsseldorf in seinen vielfältigen Aufgaben und werden uns nach Bedarf und Evaluation für eine weitere Unterstützung einsetzen.
    • Konzeptionelle Ausrichtung der Städtepartnerschaften: Eine Neukonzeption soll den Austausch mit den Städtepartnern effektiver fördern und verstärken. Neben der Zivilgesellschaft sollen auch Personen aus Verwaltung, städtischen Institutionen und Politik stärker eingebunden werden.
    • Europatag: Die Veranstaltungen zum Europatag sollen beständig weiterentwickelt werden, um möglichst vielen Gruppen, Vereinen und Institutionen die Gelegenheit zur Teilhabe zu ermöglichen.
    • Europa Direct Informationszentrum (EDIC): Das EDIC wird mit Fördergeldern der EU weitergeführt.
    • Europäische Städtenetzwerke: Die Mitarbeit und der politische Austausch in den europäischen Städtenetzwerken sind sehr wichtig und sollen erhalten werden. Wir werden die Aktivitäten nach Bedarf anpassen oder ausbauen.
  • Interkommunale und regionale Zusammenarbeit: Wir werden die interkommunale und regionale Zusammenarbeit auf Augenhöhe ausbauen und fördern. Mobilität, Wohnen, Stadtplanung, Wirtschaft, Gewerbe, Tourismus, Kultur, Bildung, Handel, Naturschutz usw. werden wir auch regional denken (kooperative wirtschaftliche Entwicklung, Einwerben von EU-Mitteln usw.).
  • Stärkung des Tourismus: Wir wollen die bestehenden touristischen Angebote qualitativ weiterentwickeln und attraktiver gestalten, damit Düsseldorf noch mehr als bisher zu einem touristischen Highlight wird. Ziele des „Slow Tourism“ oder „Soft Tourism“ können mit den Düsseldorfer Stärken beispielsweise zu den Themen Musik und Mode verknüpft werden. Der Radtourismus wird weiterentwickelt.
    Durch Corona leidet das Gastgewerbe besonders stark. Der Städtetourismus stärkt das Wachstum und die Beschäftigung im Gastgewerbe.
  • Amt für Wirtschaftsförderung: Vielfältige neue Aufgaben erfordern Fachpersonal im angemessenen Umfang. Die Bedarfe werden wir prüfen.
  • Einzelhandel: Wir verfolgen eine Wirtschaftspolitik, die dem inhabergeführten Einzelhandel sowie großen internationalen Konzernen in Düsseldorf den Fortbestand sichert und eine zukunftsfeste Weiterentwicklung ermöglicht. Die Transformation der Innenstädte aufgrund von Online-Handel und anderen Einflüssen muss eng begleitet werden. Hierzu ist es erforderlich, dass die Zuständigkeit für die Belange des Einzelhandels in die Zuständigkeit des Wirtschaftsförderungsamts geht.
  • Kultur- und Kreativwirtschaft: Die Förderung der Kultur- und Kreativwirtschaft soll unter Berücksichtigung ihrer Evaluierung stärker an die Stadtplanung angeschlossen werden. Ziel ist die Neuaufstellung des Kompetenzzentrums Kultur- und Kreativwirtschaft (KomKuK) als Servicestelle/Stabstelle mit dezentraler Ausrichtung. Hier können die Belange der Kultur- und Kreativwirtschaft – auch in Bezug auf die Nachtökonomie – in die Planungsprozesse, insbesondere das „Raumwerk D“ einfließen. Im Wirtschaftsförderungs- und Kulturamt werden jeweils Stellen mit entsprechender Aufgabenstellung eingerichtet. Zuschüsse und Förderung sollen transparent verwaltet und besonders kleinteilige Strukturen und Soloselbstständige gefördert werden.
  • „Düsseldorf nach acht“: Die Düsseldorfer Nachtkultur und Nachtökonomie – Clubs, Bars, Livekonzertstätten – als Standortfaktor und Arbeitgeberin soll noch stärker in den Fokus genommen werden und zwar interdisziplinär: wirtschaftlich, kulturell, ordnungspolitisch und stadtplanerisch. Für die Koordination ist eine bzw. ein „Nachtmanagerin bzw. Nachtmanager“ eine gute Option.
    Die in 2019 beauftragte Pilotstudie zur Nachtkultur und zu Kreativ-Orten soll schnellstmöglich starten – auch unter Berücksichtigung von aktuellen Best Practices (z. B. Mannheim) –, damit Handlungsempfehlungen wie auch eine genaue Aufgabenbeschreibung aufgegriffen werden können und festgelegt werden kann, wo die Schnittstelle in der Verwaltung sein soll.
  • Erhalt und Ausbau des Mode-Standorts Düsseldorf: Wir wollen den Mode-Standort Düsseldorf stärken und dabei einen Fokus auf nachhaltige Mode (Fair & Eco Fashion) legen. Fashion Net wollen wir öffnen, unterstützen und modernisieren.

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