1000 Bäume für Düsseldorf

Bereits nach dem Sturm “Ela”, der am Pfingstmontag 2014 auch in Düsseldorf seine Spuren unter anderem in Form von entwurzelten oder abgeknickten Bäumen hinterlassen hatte, wurde durch die Verwaltung das Arbeitspapier “Rahmenkonzept 2015 / 1000 Bäume für Düsseldorf” erstellt. Anhand verschiedener Kriterien wie Lufthygiene oder städtebauliche Aspekte wurden neun Stadtteile mit besonderem Handlungsbedarf identifiziert. Neben den innerstädtischen Bereichen finden sich mit Wersten und Holthausen auch zwei Stadtteile des Bezirks 9 darunter.
Inzwischen wurden bestehende Straßenbäume nach Art, Alter, Vorschädigungen und Qualität der Standorte bewertet. Die Ergebnisse werden bei Neupflanzungen oder der Sicherung vorhandener Baumstandorte berücksichtigt. Bei Baumstandorten von stadtbildprägender Bedeutung sind verschiedene Maßnahmen möglich, darunter auch die Vergrößerung von Baumscheiben oder ein Bodenaustausch im Wurzelbereich. Bestimmte Arten des vorhandenen Baumbestands, zum Beispiel Robinien, werden dabei als nicht zukunftsfähig eingestuft und durch andere Baumarten ersetzt.
Berücksichtigt werden muss insbesondere bei neuen Baumstandorten, aber auch Nachpflanzungen oder der Sicherung besonders erhaltenswerter Bäume der dichte Bestand an unterirdischen Ver- und Entsorgungsleitungen. Dies kann zur Folge haben, dass nicht jeder Baum an gleicher Stelle ersetzt wird.
Das jetzt durch den “Ausschuss für öffentlichen Einrichtungen” zur Kenntnis genommene Stadtbaumkonzept für Düsseldorf sowie die zugehörige Anlage 1000 Bäume für Düsseldorf beschreiben die Kriterien, wonach in den nächsten Jahren der Bestand an Straßenbäumen verdichtet werden soll. Der Hitzesommer 2018 hat den Bedarf dafür eindrucksvoll bestätigt.

Ernst Welski, Fraktionssprecher BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN in der BV 9

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