Klimaschutz und Klimaanpassung auf Schulgeländen

17. November 2020

An Herrn
Pavle Madzirov
Vorsitzender des Schulausschusses

Sehr geehrter Herr Vorsitzender,

die Fraktionen von BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN und CDU bitten Sie, folgenden Antrag auf die Tagesordnung der Sitzung des Schulausschusses am 17.11.2020 zu nehmen und zur Abstimmung zu bringen.

Die Verwaltung wird gebeten, die vorhandenen Schulgelände daraufhin zu untersuchen, an welchen Stellen geeignete Pflanzorte für zusätzliche Bäume zu finden sind. Dabei sollen auch Standorte einbezogen werden, die eine Entsiegelung nötig machen würden.

Die Verwaltung wird außerdem gebeten, die Installation von geeigneten Sonnenschutzsystemen, z. B. Sonnensegeln dort zu prüfen, wo die Umstände keine zusätzlichen Baumpflanzungen ermöglichen und kein ausreichender Sonnenschutz durch überdachte Hallen, Gänge oder Ähnliches auf den Schulhöfen vorhanden ist.

Bei der Standortsuche sollen – soweit in der jeweiligen Schule vorhanden und soweit möglich – Arbeitsgruppen, Projekte oder Initiativen, die sich mit Klimaschutz und Klimaanpassung beschäftigen, einbezogen werden.

Für die Durchführung der Vorhaben und Maßnahmen soll geprüft werden, inwieweit diese durch das Sonderprogramm „Klimaresilienz in Kommunen” im Rahmen der Corona-Hilfe des Landes Nordrhein-Westfalen“ gefördert werden kann.

Die Verwaltung wird gebeten, dem Schulausschuss die Ergebnisse der Standortsuche und der durchführbaren Maßnahmen und eine Abschätzung der Kosten bzw. Fördermöglichkeiten vor den Sommerferien 2021 vorzulegen.

Sachdarstellung
Die Verwaltung hat in der Sitzung des Ausschusses für öffentliche Einrichtungen (14.09.2020) die Untersuchung präsentiert, auf welchen Stellen auf Kinderspielplätzen zusätzliche Bäume gepflanzt werden könnten, um damit im Sinne von Klimaanpassung zusätzliche Verschattungsmöglichkeiten für spielende Kinder zu schaffen (AÖE/029/2020). Das erfreuliche Ergebnis dieser Untersuchung von 279 Spielanlagen ergab 250 neue Baumpflanzmöglichkeiten, zusätzlich zu schon 55 vorher ermittelten Standorten.

Auch für Schulgelände würde eine entsprechende Untersuchung vermutlich weitere Pflanzmöglichkeiten ergeben. Für Schüler*innen ist zusätzlicher Hitzeschutz als eine der möglichen Maßnahmen zur Klimaanpassung nötig. Darüber hinaus ist jeder zusätzliche Baum auf städtischer Fläche ein Gewinn für den Klimaschutz.

Das Thema Entsiegelung von Beton- oder Steinflächen hat die Stadt Düsseldorf gemeinsam mit der Bürgerstiftung bereits im Projekt „Schulhöfe werden zu blühenden Insektenwiesen“ aufgegriffen. Die Erkenntnisse und Zusammenarbeit aus diesem Projekt können eine Grundlage für die Suche von zusätzlichen Pflanzorten für Bäume sein.

Mit freundlichen Grüßen

Thorsten Graeßner                                    Sefan Wiedon