Weiterer Kulturverein in der Innenstadt steht vor dem Aus – GRÜNE: Bilk braucht freie Kultur!

03. April 2018 – Presse GRÜNE Ratsfraktion

„Erst die Kündigung des Vereins ‚Damen und Herren‘, jetzt die Kündigung der Räume der ‚Brause‘. Damit stehen zwei Kulturvereine in Bilk vor dem räumlichen Aus. Dies ist ein herber Schlag für die Düsseldorfer Kulturlandschaft“, konstatiert Clara Gerlach, GRÜNE Ratsfrau und kulturpolitische Sprecherin.

„Wir brauchen die Kulturschaffenden in der Innenstadt. Sie brauchen Strukturen und Räume. Diese müssen wir sichern“, betont Dietmar Wolf, GRÜNER Ratsherr. Fehlende Räumlichkeiten oder hohe Mietpreise führen zur Verdrängung von kulturellen Initiativen. Möglichkeiten für geeignete Räumlichkeiten in der Innenstadt sehen die GRÜNEN zum Beispiel an der Jahnstraße. Das Forum Freies Theaters (FFT) wird nach der Fertigstellung in das neue Kulturzentrum KAP 1 am Hauptbahnhof umziehen. Die Räume an der Jahnstraße wurden und werden jedoch der Stadt für eine kulturelle Nutzung bis 2078 kostenfrei zur Verfügung gestellt. Eine Aufgabe dieses Nutzungsvertrages wäre aus Sicht der GRÜNEN ein fataler Fehler. „Der Bedarf nach Räumen ist – besonders in der freien Szene – so groß, dass wir es uns nicht erlauben können diese Vereinbarung zu widerrufen“, erläutert Clara Gerlach. „Wir GRÜNEN möchten die jetzigen Räume als ‚Haus der freien Szene‘ erhalten“, so Gerlach, „dort könnten wir Initiativen und Vereinen Platz in der Innenstadt zur Verfügung stellen.“ Hier könnten für ein geringes Entgelt Konzerte, Lesungen, Ausstellungen und Partys stattfinden. Die Bühne und die Probebühnen könnten zudem von der freien Tanz und Theaterszene genutzt werden.

Mit dem Kompetenzzentrum für Kultur- und Kreativwirtschaft (KomKuk) hat die Ampel-Kooperation bereits einen Ansprechpartner für Zwischenlösungen geschaffen, dies allein wird aber nicht reichen, um kulturelle Initiativen dauerhaft in der Innenstadt zu halten. Auch bei Planungsvorhaben in der Stadt muss ein stärkerer Stellenwert für Kultur berücksichtigt werden. Die GRÜNEN fordern die Stadtverwaltung auf, in Gesprächen mit Investoren stärker darauf einzuwirken, bestehende Kulturräume zu erhalten und Möglichkeiten für neue Perspektiven zu schaffen.

 

 

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