Anfrage : Belange des Fuß- und Fahrradverkehrs an der Angströhre beim Neubau des Albrecht-Dürer-Berufskollegs (ADBK) in Benrath/Paulsmühle

Sehr geehrter Herr Dr. Graf,

ich bitte Sie, die folgende Anfrage auf die Tagesordnung der Sitzung der Bezirksvertretung 9 am 22.06.2018 zu setzen.

Situation

In der BV 9-Sitzung am 4.9.15 stand der B-Plan nördl. Paulsmühlenstr. sowie der Beschluss zur Öffentlichkeitsbeteiligung unter TOP 8 und 9 auf der TO. Es gibt aktuell Hinweise darauf, dass beim Bau des ADBK und dessen Umfeld die Belange des Fuß- und Radverkehrs nicht genügend berücksichtigt werden, obwohl der BV 9 in 2015 zugesichert wurde: „Durch eine gleichmäßige Oberflächengestaltung kann der Platz bis auf das Unterführungsniveau herunter geführt werden, so dass eine helle und angenehme Verbindung unterhalb der Bahntrasse geschaffen werden kann.“

Quelle:https://ratsinfo.duesseldorf.de/ratsinfo/duesseldorf/63090/QjA5XzAwMy02MS03MS0yMDE1LnBkZg==/12/n/246042.doc

 

Auch wird in diesem Dokument ein Quartiersplatz am ADBK in Aussicht gestellt. Dessen Zugänglichkeit ist beim Austritt aus der Angströhre durch eine Treppe ist jedoch relativ schmal dimensoniert. Und der kombinierte Fuß- und Radweg wurde beim Austritt aus der Bahnunterführung „Angströhre“ zunächst gegenüber den Planungsunterlagen um ca. 0,30 Meter zu schmal ausgeführt Der künftige (Begegnungs-) Verkehr von Fußgänger*innen und Fahrradfahrer*innen ist am bestehenden Engpass der „Angströhre“ ohnehin schwierig. Dabei ist relativ sicher, dass das Fußgänger- und Fahrradverkehrsaufkommen auf dieser sehr wichtigen Verbindung zwischen den Ortsteilen Paulsmühle und Benrath kontinuierlich zunehmen wird: Zunächst bei Inbetriebnahme des ADBK noch in diesem Sommer. Später beim Bezug der aktuell im Bau befindlichen und noch zu bauenden neuen Wohneinheiten südlich und nördlich der Paulsmühlenstraße. Und er wird noch mehr zunehmen bei der Inbetriebnahme des RRX mit der Station Bahnhof Benrath. Erst vor dem Hintergrund eines künftigen RRX-Umbaus des Bahnhofs Benrath durch die DB wird evtl. eine „Aufweitung“ der „Angströhre“ möglich sein. Dieses Projekt dürfte -wenn überhaupt- erst in etlichen Jahren realisiert werden.

Anfrage:

  1. Wann wird die bereits fertiggestellte neue Rampe mit der kombinierten Fuß- und Radweg-Verbindung, die im Vergleich mit den Planungsunterlagen zu schmal ausgeführt wurde, beim Austritt aus der Bahnunterführung „Angströhre“mit den ursprünglich vorgesehenen Maßen (2,50 Meter) ausgeführt? Reicht diese Breite nach Ansicht der Verwaltung für den sehr wahrscheinlich wachsenden Bedarf an diesem für die Paulsmühle sehr wichtigen Verbindungsweg nach Benrath aus?

 

  1. Ist es sinnvoll und möglich die Stelle beim östlichen Austritt aus der „Angströhre“, wo ein Treppen-Fußweg vom ADBK auf die Fuß- und Radwegeverbindung hinunterstößt, noch vor Eröffnung des ADBK um einige zusätzliche Quadratmeter Pflasterung zu vergrößern, damit der Begegnungsverkehr von Fußgänger*innen, Radfahrer*innen und Menschen mit Kinderwägen und Rollstühlen an dieser Stelle erleichtert werden kann? Wenn nein: Warum nicht?

 

  1. Ist es möglich, den künftigen Fahrradverkehr über die neue Rampe und durch die „Angströhre“ im Schritttempo (Tempo 5 km/h) zuzulassen? Wenn nein: Warum nicht?

 Mit freundlichen Grüßen

Richard F. Wagner, Ernst Welski

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